Im Nachhinein sind wir alle schlauer - auch die Experten. Die National Association of Realtors oder kurz NAR ist die Dachorganisation der amerikanischen Liegenschaftenhändler. Auf ihr gebündeltes Expertenwissen stürzen sich Medien wie potenzielle Hauskäufer gleichermassen, um sich ein Bild von der jeweils aktuellen Lage zu machen und ihre Entscheidungen abzustützen. Ob sich das gelohnt hat ...
...sehen Sie im folgenden Chart, der die Verkaufszahlen der Immobilien (Existing Home Sales) zeigt mit den dementsprechenden Aussagen.

1. Wir sehen ohne Zweifel eine starke Nachfrage für Liegenschaften wegen der steigenden Bevölkerung
2. Für die absehbare Zukunft wird die Nachfrage nach Liegenschaften das Angebot übersteigen.
3. Wie wir erwartet haben, sind die Verkäufe weiterhin auf einem historisch hohen Level und dies obwohl die meisten immer noch den Hauskauf als Investition unterschätzen und vergessen zu berücksichtigen, welchen Stellenwert das Haus hat, um den "American Dream" zu realisieren.
4. Wir kehren jetzt zurück zu einer Situation, in der sich Angebot und Nachfrage ausgleichen ... und wir fühlen uns sicher, dass die Hauspreise weich landen werden, wenn die Hypothekarzinsen weiter steigen sollten.
5. Dies ist nun die Situation, die wir früher bereits diskutiert haben mit dem "soft landing" im Liegenschaftsmarkt. Das Level der Verkaufsaktivitäten ist nun auf einem tragfähigen Niveau angelangt. Die allgemeinen Bedingungen sind solid.
6. Höhere Hypothekarzinsen bremsen die Hausverkäufe, aber wir sehen dies als ein weiteres Zeichen für ein "soft landing" für den Immobilienmarkt, welcher sich historisch immer noch auf hohem Niveau befindet.
Nach fünf Jahren steigender Verkäufe erleben wir nun wieder normale Marktbedingungen ... die meisten Besitzer können weiterhin mit steigenden Preisen für die absehbare Zukunft rechnen.
7. Ueber die letzten drei Monate haben sich die Verkäufe in einer engen Bandbreite bewegt, nachlassend auf ein Niveau, das unserer jährlichen Erwartung entspricht. Das sagt uns, dass sich der Markt stabilisiert.
8. Verkäufer in zahlreichen Regionen des Landes passen die Preise einem Niveau an, welches die aktuellen Marktverhältnisse widerspiegelt. Dies könnte zu einem Anstieg der Verkäufe führen, allerdings gehen wir davon aus, dass es einige Monate dauern könnte bis auch die Preise wieder steigen.
9. Die Verkäufe bereits bestehnder Häuser (existing home sales) haben sich auf einem tragfähigen Niveau stabilisiert.
10. Das schlimmste ist nun hinter uns, was die Preiskorrekturen angeht - und dies dürfte auch für die Verkaufszahlen zutreffen. Wenn die Konsumenten realisieren, dass sich die Verkäufe stabilisieren, werden sie zurück in den Markt kommen.
11. Es sieht so aus, als würden die Preise diesen Herbst höher sein als vor einem Jahr, weil die Käufer auf historisch tiefe Zinsen und wettbewerbsfähige Immobilienpreise reagieren. Zusätzlich unterstützt das knapper werdende Angebot an Liegenschaften die Preise.
12. Die Fundamentaldaten im Liegenschaftsmarkt haben sich verbessert und die Käufer sehen ein Zeitfenster in der Zinskurve.
13. Wir könnten einige Verluste sehen wegen der Subprime-Krise. Dennoch, dies verdeckt nur die verbesserten Bedingungen im Häusermarkt, welcher von tieferen Hypothekarzinsen und motivierten Verkäufern profitiert
14. Käufer, welche an der Seitenlinie waren, sollten sich die Angebote in ihrer Umgebung jetzt genauer anschauen, denn wenn sie warten bis die Verkäufe wieder anziehen, wird es zu spät sein.
15. Der Anstieg der Verkäufe im Nordosten der USA in den letzten Monaten ist vielversprechend, weil diese Region die erste war, welche nach dem Höhenflug zur Schwäche neigte. Jetzt also, wo die erste Region zurück kommt, gehen wir davon aus, dass sich auch der Rest der USA erholen wird.
16. Die unüblichen Vorfälle im Hypothekenmarkt führten zu einer ziemlich hohen Anzahl hinaus geschobener oder anullierter Verkäufe. Wenn einmal diese Verzerrungen vorbei sind, werden wir mehr Einsicht haben, wo sich der Markt aktuell gerade befindet.
17. Die Verkäufe der bereits existierenden Häuser ist angestiegen. Der Markt scheint sich zu stabilisieren.
18. Die Verkäufe bleiben schwach trotz besserer Bedingungen in vielen Teilen der USA, aber wir könnten einen schnellen Auftrieb im Markt haben, wenn die Kreditlimiten erhöht würden.
19. Die Verkäufe für existierende Häuser stabilisieren sich. Im zweiten Halbjahr 2008 werden wir einen Aufschwung sehen.
gefunden bei New Jersey Real Estate Report
Dazu nicht ganz unpassend das folgende Bild (Besten Dank an T.G.)

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Geschrieben von: Saviano , am 24-04-2008 16:50 Immerhin bleiben die Experten konsequent bei ihrem "stabilisiert sich" und "der Aufschwung kommt bald"... So werden sie einmal auch Recht behalten. Andere machen es schlechter -- sie ändern die Richtung ihrer Prognosen, wenn es zu spät ist ... und bleiben noch länger auf der falschen Seite.  Artikel kommentieren
AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze
Erhalten von: Experten zum Immobilienmarkt • Börsennotizbuch , am 24-04-2008 23:55 (PB) [...] die Mühe gemacht, das Ganze ins Deutsche zu übersetzen — schauen Sie sich das an: Expertenaussagen im Rückspiegel (die sehr aussagekräftige und wichtige Grafik [...] |