Zeitenwende.ch        WIRTSCHAFT - geschüttelt statt gerührt
Der Staat und das Geld PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 9. Januar 2008
Image Damit wir eine Rechnung bezahlen können, brauchen wir Geld. Selbstverständlich können Sie das Brot beim Bäcker auch mit etwas anderem bezahlen wie Gold oder Salz, sofern der Bäcker bereit ist, dies anzunehmen. Der Bäcker kann alles als Bezahlung annehmen, sofern er möchte, er hat aber nicht die Wahl beim Geld.

Wenn der Käufer des Brotes mit Geld bezahlen will, dann muss der Bäcker dies akzeptieren, das steht im Gesetz. Deshalb nennt man das Geld auch gesetzliches Zahlungsmittel.

Mit diesem gesetzlichen Zahlungsmittel bezahlen wir auch unsere Steuern, nicht weil wir wollen, sondern weil wir müssen. Eine Wahlmöglichkeit gibt es nicht. Während der Bäcker auch etwas anderes zur Bezahlung des Brotes annehmen kann, akzeptiert der Staat zur Bezahlung der Steuern nur Geld. Deshalb kann er uns auch steuern!

Je höher die Steuern ausfallen, desto mehr Geld brauchen wir und weil der Bäcker auch Steuern bezahlen muss, will er auch vom Käufer des Brotes Geld, obwohl er die Wahl hätte, etwas anderes als Bezahlung anzunehmen.

Dass von Geld auch von Tauschmittel gesprochen wird hat damit zu tun, dass Geld das einzige ist, was wir alle brauchen und weil wir es brauchen, möchten wir es auch haben. Doch dass wir es brauchen, wird vom Staat gesteuert durch die Steuern, die wir nur mit Geld bezahlen können.

Würde der Staat zur Bezahlung der Steuern Gold verlangen, würden wir alle Gold haben wollen – nicht weil wir es lieben, sondern weil wir es brauchen. Genau so war es früher. Die Herrscher verlangten von ihren Untertanen eine Abgabe und bestimmten damit das Produkt, dass wir alle haben wollten, ob dies nun Salz oder Tee oder Edelmetalle waren.

Geld kommt von Gültigkeit und was gültig ist, bestimmt der Herrscher, ob dies nun ein Fürst, ein König oder ein Staat ist.

Wer nun viel Geld hat, hat auch viel Zeit über die er bestimmen kann. Denn wer viel Geld hat weiss, dass er die zukünftigen Steuern bezahlen kann. Er hat sich quasi von der Macht freigekauft – allerdings nur auf Zeit.

Geld ist deshalb auch Macht, die Macht, über seine Zeit frei verfügen zu können.

Doch die Zeit hat die schlechte Angewohnheit nicht still zu stehen. Je mehr Zeit vergeht, desto mehr Steuern werden fällig und desto weniger wird das Geld. Wer also Geld hat, möchte dieses Geld auch behalten, um seine Freiheit behalten zu können. Das ist aber nur möglich, wenn man sich weiteres Geld beschafft.

Entspricht die Beschaffung des Geldes der Bezahlung der Steuern ist der Mensch frei von der Herrschaft (des Staates), er ist aber nicht frei von seinen eigenen Bedürfnissen wie Hunger, Durst, Wärme, Schutz, Sicherheit, Status. Die Liste liesse sich beliebig fortsetzen und ist auch von Mensch zu Mensch verschieden.

Erst die eigenen Bedürfnisse machen den Menschen zum Untertanen, quasi zum Knecht seiner selbst. Deshalb ist nur der reich, der keine Bedürfnisse hat und wer keine Bedürfnisse hat, braucht nichts und wer nichts braucht, hat nichts, das es zu versteuern gäbe. 

Gedanken zum Reichtum 

Trackback-URL  (Trackback)

Tag it:
Delicious
Furl it!
Spurl
NewsVine
Reddit
YahooMyWeb
Technorati
Mister.Wong

Kommentar-Feld ein/ausblendenArtikel kommentieren | Zu Favoriten hinzufügen (0) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 1905

RSS Kommentare Kommentare (1)

Geschrieben von: Nanuk, am 09-01-2008 14:48
Ein Lesetip Arthur Schopenhauer die Welt als Wille und Vorstellung.... :)


Kommentar-Feld ein/ausblendenArtikel kommentieren

AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze

 
< zurück   weiter >

Blog-Verzeichnisse

Schweizer Blog Verzeichnis TopBlogs.de slug.ch Blogs, die hierher linken list.blogug.ch bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Blogverzeichnis Bloggeramt.de investinformer.de - TOP100 Investment Sites Blogparade