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Mittwoch, 13. Februar 2008 |
Falls Sie bislang glaubten, die amerikanische Immobilienkrise, gierige Banken oder verantwortungslose Ratingagenturen seien für die Taucher an den Finanzmärkten verantwortlich, dann sind Sie auf dem Holzweg. Es ist alles ganz anders, sagen indische Börsenhändler.
Sie haben das Corpus delicti gleich vor ihrem Arbeitsplatz an der Bombay Stock Exchange ausgemacht. Dort steht seit dem 12. Januar eine 1.5 Meter hohe Statue eines goldenen Bullen. Doch das Symbol für steigende Börsenkurse hat den Finanzmärkten kein Glück gebracht, denn kurz darauf sind die Märkte weltweit ins Trudeln geraten.
Für die indischen Börsenmakler ist es offensichtlich, das eine hat mit dem anderen zu tun und verlangen deshalb, dass religiöse Experten astrologische Karten konsultieren, damit das Hinterteil des Bullen in eine Richtung gedreht wird, die mehr Glück verspricht. (Quelle)
Vom Glück verlassen fühlen sich auch spanische Immobilienbesitzer. Nach einem jahrelangen Boom fallen jetzt die Preise, die Hypothekarzinsen aber steigen. Ein gefährlicher Mix, nicht nur in den USA. Die spanische Variante im folgenden Videobeitrag (danke an Immobilienblasen).
Falls Sie nun glauben, dass das nur die Spanier etwas angeht, dann lesen Sie bitte auch noch folgenden Beitrag:
Die Verbriefung ist tot, es lebe die Verbriefung
In ganz Europa schrumpft das Volumen forderungsbesicherter Bonds. In ganz Europa? Falsch. Die Spanier produzieren die Papiere wie am Fließband.
oder die aktuellere Variante auf englisch:
Spanish banks' reliance on ECB surges with €44bn borrowing
Nicht nur die Hypotheken werden immer globaler, sondern auch die Staatsfonds. Das Wall Street Journal hat eine interaktive Karte ins Netz gestellt, bei der man sieht, wer, wo, wieviel investiert. Klickst Du hier!

via Big Picture
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