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27 Cents für einen Dollar |
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Donnerstag, 29. November 2007 |
Der Manager-Friedhof der Subprime Krise ist um ein weiteres Grab ergänzt worden. Der CEO von E-Trade darf sich jetzt auch dazu legen, nachdem der von ihm geführte amerikanische Onlinebroker in die Krise geraten war. Wieder auferstanden ist aber E-Trade, nachdem eine dringend benötigte Kapitalspritze in Milliardenhöhe eingetroffen ist.
Vielleicht kennen Sie E-Trade nicht, aber das macht nichts. Auch ich kannte E-Trade bis vor kurzem nicht und darum geht es hier auch nicht. Es geht um die Bedingungen, unter welchen E-Trade Kapital bekommen hat und man kann nur hoffen, dass diese Bedingungen nicht wegweisend sind für die ganze Finanzindustrie, sonst sieht es wirklich düster aus.
Laut Pressemitteilung investiert der Hedgefonds Citadel 2.55 Milliarden US Dollar in die Firma und besitzt dafür künftig rund 20 Prozent des Unternehmens. Im Rahmen des Citadel-Einstiegs verbucht E-Trade nach bereits erfolgten hohen Abschreibungen nun neuerliche Wertverluste von 2,2 Milliarden US Dollar. Seit Beginn der Krise verlor der Online-Broker an der Börse fast 80 Prozent seines Wertes.
Aber jetzt kommts: Teil des Geschäfts von Citadel war der Kauf eines Portfolios von E-Trade, welches für die katastrophale Lage des Brokers verantwortlich war. Citadel bezahlte für dieses 3-Milliarden-Portolio gerade mal 800 Millionen US Dollar. Das macht einen Abschreiber von 2.2 Milliarden USD auf ein Portfolio von 3 Milliarden USD!
Der neue CEO Jarrett Lilien meinte dazu:
It gets the asset-backed securities portfolio off the balance sheet. That was the biggest source of issues for E-Trade.
Man kann nur hoffen, dass die Qualität der Portfolios der Banken und diejenigen, welche in irgendwelchen Finanzvehikeln dahin schlummern von besserer Qualität sind, als das Portfolio von E-Trade.
Acting CEO Lilien says getting rid of asset-backed portfolio 'best option' for the company
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