In den letzten Jahren habe ich sehr viel gelesen. Das hat damit zu tun, dass ich gerne lese und auch, dass ich die Zeit hatte, um zu lesen. Um Zeit zu haben um zu lesen, braucht man Geld und Geld hatte ich für eine gewisse Zeit. Je mehr die Zeit verging, desto weniger wurde das Geld.
Nun gab es für mich zwei Möglichkeiten, die Zeit auszudehnen; Geld zu verdienen oder die Bedürfnisse herunter zu schrauben, denn je weniger Bedürfnisse man hat, desto weniger Geld braucht man. Wer keine Bedürfnisse hat, der braucht kein Geld und wer kein Geld braucht ist folglich reich.
Wer nun nicht glaubt, dass ein Mensch bedürfnislos sein kann, dem bleibt die Variante, möglichst viel Geld zu verdienen, denn je mehr Geld wir verdienen, desto mehr Zeit haben wir, solange sich die Bedürfnisse nicht ändern. Doch bei den meisten Menschen passiert das Gegenteil, die Bedürfnisse steigen mit dem Einkommen.
Je stärker die Bedürfnisse ansteigen, desto grösser wird die Abhängigkeit vom Geld und je abhängiger wir vom Geld werden, desto kleiner wird die Freiheit. Es gibt nur wenige Menschen die es schaffen mit einem grossen Vermögen frei zu leben, obwohl sie es vermögen würden, frei zu leben.
Das hat damit zu tun, dass Menschen anderen Menschen zeigen wollen, dass sie es vermögen, frei zu leben und das geht nur, in dem sie kostbare Dinge kaufen, damit andere sehen können was sie vermögen. Doch durch den Kauf dieser Dinge nimmt das Vermögen ab und somit auch die Freiheit.
"Der Reichtum des Menschen bemisst sich nach den Dingen, auf die er ruhigen Herzens verzichten kann." John Steinbeck Das Bedürfnis angesehen zu werden ist ein Bedürfnis, das schon manchen sein Ansehen gekostet hat. Dies passiert auch Menschen die mehr Geld haben, als sie je in ihrer zur Verfügung stehenden Zeit auszugeben vermögen. Sie sind trotz des Vermögens bedürftig geblieben.
Der Weg durch die Reduktion eigener Bedürfnisse reich zu werden ist vermutlich doch der erfolgreichere. Ob es schon jemand geschafft hat wissen wir nicht, weil ein Bedürfnisloser kein Bedürfnis hat seinen Reichtum zu zeigen – den Reichtum, frei von Bedürfnissen zu sein.
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Geschrieben von: Investors Inside , am 04-01-2008 06:52 Sehr schöner Artikel, gefällt mir und hat sehr viel Wahrheit in sich. Wenn Du nicths dagegen hast würde ich den gerne auf meiner Seite zitieren.. viele Grüße Lars Geschrieben von: admin, am 04-01-2008 08:40 Aber gerne, solange du unter "zitieren" nicht verstehst, den ganzen Artikel zu kopieren, ist das in Ordnung.  Geschrieben von: Rene Kriest/ProbloggerWorld.de , am 04-01-2008 10:22 Reich zu sein hat nichts mit materiellen Dingen zu tun. Das Wort "reich" ist eine menschliche Abstraktion. Ob man glücklich ist oder sich sorgt oder auch nicht, hat grundsätzlich nichts mit Geld zu tun, schon gar nicht, ob man viel oder wenig davon hat. Man sollte vielmehr Spaß haben. Spaß und Freude führt zu Geld, so man es denn haben will. Viele Grüße, René ProbloggerWorld.de Geschrieben von: Wolfgang, am 04-01-2008 10:32 Dem Kommentar Nr.1 kann ich mich nur nickend anschließen. Das beste was ich dieses Jahr gelesen habe... :-) Gruß Wolfgang Geschrieben von: Tiziana, am 04-01-2008 12:40 Grandios! Auch ich kann mich den schon erwähnten Komplimenten nur anschliessen. Es ist zwar die Gegenrichtung, in der im Moment mit unserer Kreditkartenphase noch gefahren wird, aber man soll bekanntlich die Hoffnung nie aufgeben. In diesem Sinne, gutes Neues! Lieber Gruss Tiziana Geschrieben von: unnikuttan , am 05-01-2008 10:02 ich mag den artikel. Geschrieben von: Hanskarl, am 26-01-2008 21:39 Hallo, Reich ist, wer Herr seiner Zeit ist. ( Dr. F. Simmet ) Gruß Hanskarl Artikel kommentieren
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