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Fundamentaldaten: Zwischen Anspruch und Wirklichkeit |
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Freitag, 17. August 2007 |
Während Monaten wurde die Krise am amerikanische Immobilienmarkt schön geredet und jetzt höre und lese ich immer öfter: Es könnte noch viel schlimmer kommen. Ja, was denn nun? Erst war da nichts und plötzlich ist nichts alles?
Identisch aber mit einiger Zeitverzögerung läuft es auch an den Aktienmärkten ab. Immer noch wird von vielen Kommenatoren die Trendwende unter "Korrektur im Bullenmarkt" abgehakt mit der Begründung: Die Fundamentaldaten sind so toll!. Liebe Analysten, die Fundamentaldaten basieren auf Fakten von gestern. Wie die Fundamentaldaten heute aussehen, das weiss niemand und für einmal wird dies sogar noch zugegeben.
Immer mehr Market Maker streichen bei immer mehr Finanzprodukten die Segel, weil sie keine Basis haben, auf der sich ein Preis berechnen liesse. Ohne Preis kein Handel und ohne Handel keine Wirtschaft. Dieses Problem betrifft inzwischen nicht mehr nur das Subprime-Immobilien-Segment, sondern ist längst in andere Bereiche übergeschwappt. Dies ist fatal bei einer Sparquote von unter Null.
Es ist eine Frage des Vertrauens, wann sich die Situtation wieder ändern wird. Der erste Schritt dazu wäre, die Lage wie sie ist zu anerkennen. Erst dann ist eine fundamentale Aenderung wieder möglich. Bis jetzt sieht es aber nicht danach aus. Es ist erst drei Tage her, seit EZB-Präsident Trichet von "Entwarnung" gesprochen hat.
Mich erinnert dies fatalerweise an die Aussagen von Bush auf dem Flugzeugträger "Abraham Lincoln" im Mai 2003, als er das weitgehende Ende der Kampfhandlungen im Irak verkündete. Das war Wunschdenken und ich befürchte, auch Trichets Aussagen zielen an der Realität vorbei.
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