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Die Manager, die wir verdienen PDF Drucken E-Mail
Montag, 5. November 2007
Image Stan O’Neal von Merrill Lynch ist ein weiteres Beispiel einer langen Serie von Managern, die auch dann noch abkassieren, wenn sie dem von ihnen geführten Unternehmen geschadet haben. Er bekommt von seinem Arbeitgeber den Abschied mit rund 160 Mio. Dollar versüßt - so hoch wird in der Branche der Wert seiner Aktienoptionen und Pensionspakete geschätzt.

Das ist absurd, aber nicht erstaunlich.

Die Zeiten sind schon lange vorbei, als sich Aktionäre noch als langfristige Teilhaber eines Unternehmens fühlten und auch Verantwortung übernahmen. Heute ist der schnelle Profit Trumpf. Wenn die Kurse steigen, jubeln die Aktionäre. Wie die Kurssteigerungen zustande kamen, interessiert nur am Rande. 

Dies zeigt sich gerade jetzt wieder eindrücklich bei der amerikanischen Immobilienkrise. Die Banken mussten wissen, dass Hypotheken an Menschen vergeben wurden, die sie mittel- oder langfristig nicht zurückzahlen konnten und die Medien haben laufend darüber berichtet. Doch das zählte nicht. Gefordert wurden kurzfristige Gewinne und die Manager haben diese geliefert, auch im eigenen Interesse.

Die Banken übertrafen sich regelmässig mit neuen Rekordmeldungen und wer nicht mitmachte, wurde von den Aktionären abgestraft. Es zählte das Geschäft. Dass dadurch auch Zehn- oder Hunderttausende von Immobilienbesitzern in den Abgrund getrieben wurden, wurde verdrängt.

Diejenigen Banken, welche jetzt Rekordverluste melden sind diejenigen, die die Party nicht rechtzeitig verlassen haben. Dafür kann man die Manager verantwortlich haben, helfen tut es aber nicht. Es ist die Logik einer Trendumkehr, dass nicht alle gleichzeitig durch die Türe können. Dass es aber überhaupt so weit kommen konnte, liegt an den Eigentümern.

Die Aktionäre waren nur an einem interessiert – dem persönlichen kurzfristigen Profit und sie haben Manager bekommen, die nur an einem interessiert sind – dem persönlichen kurzfristigen Profit.


Dass Manager trotz miserabler Leistung nicht auf die exorbitanten Lohnpakete verzichten ist völlig logisch, das Gegenteil wäre schon eher erstaunlich.

Die Zeiten können erst dann besser werden, wenn das Kopfschütteln über die Manager-Gehälter einer neuen Ethik bei den Aktionären Platz macht.

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Erhalten von: Anstatt in unmoralischen Geldanlagen besser in Ethikfonds investieren | Für eine grüne Welt pingback-website, am 28-03-2012 09:16 (PB)
[...] Gerechtigkeit sind in aller Munde und dennoch gibt es noch immer Unternehmen und Manager, für die Ethik ein Fremdwort ist. In diesem Zusammenhang wird häufig auch die Deutsche Bank genannt. Das [...]

 
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