Die Mächtigen dieser Welt sind wie die Spitze eines Kartenhauses. Sie haben die beste Aussicht, werden von den anderen Karten getragen, sind aber auch auf Gedeih und Verderb den Karten unter ihnen ausgeliefert. Die Gefühlswelt muss hier ziemlich chaotisch schein – ein ewiges Schwanken zwischen Grössenwahn und Absturzgefahr … und das Schwanken nimmt zu.
Die Zentralbanker schaffen den rhetorischen Spagat von einer "weltweiten Finanzkrise" bis zum „der Aufschwung geht weiter“ innert Wochenfrist. Sie sind offensichtlich stark verunsichert. Den obersten Karten gefällt das Zittern in den unteren Schichten gar nicht. Dummerweise bauen die oberen Schichten auf die unteren Schichten und den Unterschichten geht die Luft aus, was Probleme weiter oben verursacht (Northern Rock, IKB, Merrill Lynch).
Ganz oben versuchen sie natürlich die Schichten gleich darunter zu stabilisieren (Geschäftsbanken), denn ein Umfallen dieser Karten würde vor allem sie selbst bedrohen. Kein Wunder rücken sie von ihren Prinzipien immer wieder ab und helfen denen, die Hilfe gar nicht verdient haben (Northern Rock usw.)
Die unteren Schichten versuchen sie hingegen mit gutem Zureden und schärferen Gesetzen in Stellung zu halten. Doch das Kartenhaus ist nicht breit abgestützt, sondern dünn und hoch. Das lässt sich unschwer an der sich schnell verändernden Vermögensverteilung feststellen. Je extremer diese wird, desto instabiler wird das Haus. Die Spitze droht den Bodenkontakt zu verlieren.
Wird die oberste Karte rechtzeitig das Fundament verbreitern mit dem Ergebnis, selbst an Höhe zu verlieren oder sieht sie nur zur Spitze des neben ihr stehenden Kartenhauses und vergisst, auf welchen Schultern sie steht? Wie immer, die Zukunft wird es zeigen 
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Geschrieben von: egghat , am 26-10-2007 13:08 Ob das Kartenhaus einbricht, na weiss nicht. Ob es aufhört in der Geschwindigkeit zu wachsen: schon eher. Ob es vielleicht sogar einfach weiter wächst, aber keiner merkt, dass es nicht mehr wächst (nette kleine Inflation): noch wahrscheinlicher. Dass man sich darüber nicht so viel Gedanken machen sollte: Sehr wahrscheinlich. Denn das wir irgendwann eine richtige Krise bekommen werden, ist für mich ausgemachte Sache. Aber wann die kommt? Keine Ahnung. Vielleicht fängt die FED auch dieses Mal mit der Notenpresse die ganze Sache ab. Vielleicht ohne massiv Inflation zu bekommen, vielleicht aer auch nicht. Was mich aber auch wundert: Wie schnell sich die Meinungen drehen. Es kamen superschwache Zahlen für den US-Arbeitsmarkt im August: Panik, Weltwirtschaftskrise, FED senkt die Zinsen, obwohl die letzte Zahl beim BIP-Wachstum bei plus 3,8% lag (und damit alles andere als schwach ist). Dann werden mit den Septemberzahlen die Augustzahlen nach oben korrigiert. Und zwar so stark, dass man Fehlalarm ausrufen muss. Fed-Zinsung auf Basis einer falschen Zahl? Gestern lese ich dann, dass Lehman Brothers inzwischen Leitzinssenkungen um einen gesamten Punkt erwartet, u.a. auch in der nächsten Woche. Sorry, aber mit der Geschwindigkeit, mit der die Analysten zwischen Weltwirtschaftskrise und weiter stabilem Aufschwung hin- und herschwanken, komme ich nicht mit. Bye egghat Geschrieben von: Nanuk, am 26-10-2007 13:45 Gestern hab ich bei Minyanville den schönen Begriff Globubblelisation gelesen.Fand ihn ganz treffend...  Artikel kommentieren
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