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Zinsmoratorium für Subprime-Schuldner? |
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Freitag, 30. November 2007 |
Die USA verkommen immer mehr zu einer Bananenrepublik. Ständig werden irgend welche Berechnungsgrundlagen geändert, damit der Mythos "die Wirtschaft brummt" und "wir haben keine Inflation" aufrecht erhalten werden kann. Doch dies war nur der Anfang. Das Land, dass das Lied der freien Marktwirtschaft in besonders schrillen Tönen gesungen hatte, möchte nun die Spielregeln ändern - die Melodie passt den Dirigenten nicht mehr ins Konzept.
Henry Paulson, von 1999-2006 Vorsitzender und CEO der US-Investmentbank Goldman Sachs und seit Mai 2006 Finanzminister der USA, möchte zusammen mit den Banken ein Moratorium für Hypothekarschuldner ausarbeiten. Offiziell möchte er den hoch verschuldeten Immobilienbesitzern unter die Arme greifen, inoffiziell liegen ihm aber sicher vorallem die Banken am Herzen.
Die US-Regierung und große Finanzinstitutionen des Landes stehen nach Angaben informierter Kreise kurz vor Abschluss einer Rahmenvereinbarung, die unter Druck geratenenen Hausbesitzern in den USA Luft bei der Bedienung ihrer Hypothekenkredite verschaffen könnte. Verhandelt wird nach Angaben von mit der Situation vertrauten Personen zwischen Finanzministerium und Hypothekengebern über ein zeitweiliges Zinsmoratorium für einen Teil jener Hauskredite, deren Zinssätze in den nächsten zwei Jahren laut Vertrag steigen sollen.
Eine Einigung unter den Hypothekengebern werde möglicherweise bereits in der nächsten Woche vorgestellt, sagten die Informanten Dow Jones Newswires. Unklar sei, ob es bereits am Montag soweit sei, wenn sich Finanzminister Henry Paulson offiziell zur Entwicklung auf dem US-Immobilienmarkt äußern werde. Die Bush-Regierung könnte mit einer Lösung des Problems signalisieren, dass sie wie in der amerikanischen Öffentlichkeit gefordert, endlich tätig geworden ist. (Quelle: FAZ) Wie ich schon länger vermutet habe, werden die USA nichts unversucht lassen, um das Schuldendomino zu unterbrechen, selbst dann, wenn sie die Ideologie der freien Marktwirtschaft auf den Misthaufen werfen müssen. Die amerikanische Regierung ist mit zahlreichen ehemaligen Investment-Bankern bestückt. Deshalb hat der Staat nie etwas gegen die unverantwortliche Kreditvergabe unternommen, solange sich dies für die Banken rechnete und aus den selben Gründen ist sie nun bemüht, der freien Marktwirtschaft nicht ihren freien Lauf zu lassen.
US-Regierung und Banken vor Zinsmoratorium für Subprime-Kredite
Bush und die Wallstreet-Banken Bush, Hedge-Fonds und der SEC-Chef Goldman Sachs, Bilderberger und Verschwörungstheorien (Trackback)
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