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Gammelfleisch, krebserregende Zusatzstoffe, exorbitante Managerlöhne, Medienmanipulationen – die Bevölkerung hat genug. Nur mal knapp die Hälfte der Leute glaubt noch, man könne «den meisten Menschen vertrauen». Am ärgsten steht es um die Politiker.
Sie bilden das Schlusslicht unter den Institutionen – gemeinsam mit grossen Firmen. Dies ist das Resultat einer Studie des GDI «Vertrauen 2.0: Auf wen sich Konsumenten in Zukunft verlassen»
Dass das Misstrauen gegenüber Politiker und grossen Firmen nicht unbegründet ist, dafür liefert der Tages-Anzeiger die Bestätigung. In ihrem Artikel "Wie Pharmalobby Politik umgarnt" wird für Schweizer Verhältnisse unüblich offen über die Querverbindungen zwischen Politik und Wirtschaft geschrieben:
Zwar gibt es selbst in den bürgerlichen Parteien Politiker, die sich am Heimatschutz für die Pharmaindustrie stören. Sie können sich in ihren Fraktionen aber nicht durchsetzen. Dort geben andere den Ton an. Meist sind es jene Volksvertreter, die im Dienst der Pharmaverbände stehen - oder Mandate aus dieser Branche angenommen haben.
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Das Lobbying der Pharmaindustrie sei sehr aggressiv, monieren selbst Vertreter der bürgerlichen Parteien. Sie wollen ihren Namen aus Angst vor Rügen nicht in der Zeitung lesen. Wer eine national bekannte Figur sei oder in einer Kommission eine wichtige Funktion innehabe und nicht spure, werde gezielt in die Mangel genommen.
Doch Politiker entscheiden sich nicht nur wegen ihrer Angst allzu oft für die Pharmalobby, auch finanzielle Interessen stehen auf dem Spiel:
Dass das auch mit Geld zu tun hat, will niemand offen sagen, wird aber hinter vorgehaltener Hand bestätigt.
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Wie Pharmalobby Politik umgarnt
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