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Landesbanken: Unartige Töchter in Dublin PDF Drucken E-Mail
Freitag, 24. August 2007
Laut der Süddeutschen Zeitung sind die finanziellen Risiken für die SachsenLB möglicherweise noch größer als bislang bekannt. Nach nicht bestätigten Informationen summieren sich die Engagements der Dubliner Tochter auf 65 Milliarden Euro.

Image Seit ich diese Berichte über unartige Töchter in Dublin lese, frage ich mich immer wieder, weshalb Landesbanken - also halbstaatliche Institute - Töchter im Ausland haben. Diese Töchter sind nicht in Dublin, weil dort die Kunden wären, sondern weil dort die Steuern tiefer sind als in Deutschland. Wenn aber ein halbstaatliches Institut Steuern spart, in dem es Töchter im Ausland hat, verliert das Land die ganzen Steuereinnahmen dieser Töchter.

Wenn man nun bedenkt, dass diese Landesbanken nur Top-Ratings geniessen, weil sie durch die Länder (also Steuerzahler!) garantiert sind, dann machen Tochtergesellschaften im Ausland noch viel weniger Sinn, denn für den Steuerzahler sind diese steueroptimierten Ausland-Töchter ein Verlustgeschäft.

"Das für die Tochtergesellschaft zuständige Vorstandsmitglied Stefan Leusder trat am Donnerstag zurück", schreibt die Süddeutsche Zeitung weiter. Das ist das Maximum an Verantwortung, die ein solcher Manager tragen muss. Die Steuerzahler hingegen, die bleiben. Wie lange noch?

Krise der Sachsen LB eskaliert

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