Zeitenwende.ch        WIRTSCHAFT - geschüttelt statt gerührt
Kreditkrise: Jetzt kommt Hillary PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 5. Dezember 2007
Image Die Amerikaner stecken mitten in einer Immobilienkrise und gleichzeitig stehen die Präsidentschaftswahlen vor der Tür. Kein Wunder meldet sich jetzt auch Hillary Clinton zu Wort. Sie fordert den Finanzminister Henry Paulson dazu auf, das zu tun, was er sowieso schon tun wollte, den Hypothekar-Schuldnern unter die Arme zu greifen. Doch ihre Forderungen gehen weit darüber hinaus.

In einem Brief an „Honorable Henry M. Paulson“ gibt Clinton ihrer Freude Ausdruck, dass Paulson versucht eine Vereinbarung mit der Hypotheken-Industrie zu treffen, um die Krise in den Griff zu kriegen und sagt gleichzeitig, dass eine solche Vereinbarung schon längst überfällig sei.

Die Zwangsversteigerungen von Immobilien sind gegenüber dem Vorjahr um 74 Prozent gestiegen und mit erwarteten höheren Zinszahlungen für über eine Million Subprime-Kredite  im nächsten Jahr, wird sich die Situation laut Prognosen weiter verschlechtern.

Damit diese Krise nicht noch weiteres Unheil anrichtet und die gesamte Wirtschaft bedroht wird fordert Clinton nun:

  • ein Moratorium von Zwangsversteigerungen von selbst bewohnten Eigenheimen für mindestens 90 Tage
  • ein Einfrieren der Zinssätze von variablen Subprime-Hypotheken für mindestens fünf Jahre oder bis die variablen Hypotheken in fixe und zahlbare Hypotheken umgewandelt seien. (Das kann ewig dauern…)

Es sei offensichtlich, dass die Finanzindustrie Familien mit Krediten geködert habe, welche niemals bezahlt werden konnten und die Behörden hätten geschlafen, so Clinton, Senatorin in New York seit 2001!

Nächstes Jahr werden – wenn nichts geändert werde - monatlich die Zinsen von variablen Hypotheken von durchschnittlich 30 Milliarden US Dollar nach oben angepasst, was laut einer Studie zu höheren Zahlungen von 40 Prozent führt. Dies sei der wichtigste Grund, weshalb die Schuldner ihre Kredite nicht mehr bedienen könnten.

Die Banken wie auch die Hypothekar-Schuldner sind sicher mit Clintons Vorschlägen einverstanden. Weniger Freude dürften die Investoren daran haben, wenn die Kreditverträge ohne ihre Zustimmung geändert werden. Die Anwälte freuen sich sicher schon auf Aufträge von der Investorenfront, doch Clinton wäre nicht Clinton, wenn sie nicht auch darauf eine Antwort bereit hätte und diese Antwort lässt aufhorchen:

I will consider legislation that enables lenders to convert unworkable mortgages into stable, affordable loans without the permission of investors. Protection from lawsuits will remove the obstacle that keeps lenders, servicers and others from turning mortgages that were designed to fail into mortgages families can afford.

Die Präsidentschaftskandidatin möchte ihre Vorschläge verwirklichen ohne die Erlaubnis der Investoren einzuholen oder anders ausgedrückt: Clinton erwägt ein Gesetz zu erlassen, welche die aktuellen Gesetze (Kreditverträge) bricht...

Trackback-URL  (Trackback)

Tag it:
Delicious
Furl it!
Spurl
NewsVine
Reddit
YahooMyWeb
Technorati
Mister.Wong

Kommentar-Feld ein/ausblendenArtikel kommentieren | Zu Favoriten hinzufügen (0) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 1803

AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze

 
< zurück   weiter >

Blog-Verzeichnisse

Schweizer Blog Verzeichnis TopBlogs.de slug.ch Blogs, die hierher linken list.blogug.ch bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Blogverzeichnis Bloggeramt.de investinformer.de - TOP100 Investment Sites Blogparade