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Drahtseilakt der Zentralbanken PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 20. September 2007

ImageDas Vertrauen in die Ratingagenturen ist seit der Immobilienkrise in den USA erschüttert. Erste Risse zeigt seit dem Bankrun auf das britische Hypothekar-Institut Northern Rock auch das Vertrauen in die Banken. Das Vertrauen in die amerikanische Zentralbank ist hingegen immer noch intakt, dies indizieren die Reaktionen der Finanzmärkte auf den grosszügigen Zinssschnitt. Zu recht?

Don't fight the FED ist einer der bekanntesten Börsenweisheiten, die sich kurzfristig einmal mehr bewahrheitet hat. Wenn die FED die Märkte stabilisieren will, dann folgen ihr die Investoren, unabhängig von den realwirtschaftlichen Daten.

Wer hätte sich vorstellen können, dass ein Rekordhoch beim Oelpreis, eine breitflächige Immobilienkrise in den USA und Notstandskredite der Zentralbanken einher gehen mit Aktienkursen, welche nahe an den Höchstkursen notieren?

Erklärbar ist dies nur mit dem Vertrauen, welches die Anleger in die Zentralbanken und ihrer Fähigkeit Krisen abzuwenden setzen. Das Vertrauen scheint seit der Aera von Alan Greenspan unerschütterlich zu sein. Zinsreduktionen haben den 1987-Crash "geglättet" und 9/11 "abgefedert" und aller guten Dinge sind schliesslich drei?!

Geändert haben sich aber Zinsreduktionen hin oder her die Situation der Immobilienbesitzer in den USA nicht und andere Länder dürften noch folgen. Das Ende der Preishausse ist auch das Ende der wichtigsten Konjunkturstütze seit 9/11. Wer diese ersetzen soll, darüber darf weiter spekuliert werden.

Klar hingegen ist, dass die Qualität des Geldes abnimmt. Nach der australischen Nationalbank hat nun auch die Bank of England erklärt, dass sie neu auch Hypotheken als Sicherheit zulässt, während vorher nur britische Staatsanleihen (Gilts) zugelassen waren.


 


 

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RSS Kommentare Kommentare (2)

Geschrieben von: Saviano website, am 20-09-2007 12:14
Erklärbar ist die Situation meiner Meinung nach auch damit, dass die Aktien einfach nicht teuer waren, sich in festeren Händen befanden, weil viele Investoren zu hohe Risiken an den Aktienmärkten scheuten.

Fed hin oder her (natürlich federt sie Erschütterungen ab, das ist doch ihr Job) war die Baisse nach 2000 eine dramatische. Selbst die Fed konnte da nichts mehr auffangen...

Wären die Aktien überbewertet, hätten sie (glaube ich) bisher viel stärker nach unten reagiert. Platzt eine spekulative Blase an den Börsen ist kaum ein Halten möglich. Auch nicht für die Fed.

Aber die Investoren, die die 2000-Baisse noch gut erinnern, haben vorgezogen, in andere Segmente zu gehen.

Geschrieben von: Nanuk, am 20-09-2007 18:06
Darum geht es garnicht die Notenbank versucht über eine abwertung des Dollars die Schulden loszuwerden und wie sowas ausgeht... Schaut in die Geschichtsbücher!.


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