80-100 Milliarden US Dollar an Problemkrediten wollten die Banken Citigroup, JPMorgan Chase und Bank of America in einen neuen Superfonds verschieben, doch wozu? Die amerikanische Zentralbank FED lässt nun die Katze aus dem Sack. Laut einem Bericht von Reuters muss dieser Superfonds nur mit 10 Prozent des Kapitals hinterlegt werden.
Im Originalton heisst das: „Banks that back a proposed new multi-billion dollar investment fund that may purchase risky mortgage-related assets will need only one tenth of the capital they would need if they were to take the assets onto their own balance sheets, the Federal Reserve has said."
Vor zwei Wochen rätselte ich im Artikel Sondermüll mit neuer Verpackung noch, was diese Uebung den Banken bringen soll, denn Mist bleibt Mist. Doch die FED kann offensichtlich aus Mist auch frisches Geld machen. Dass sie zu diesem letzten Mittel greift, zeigt nur, wie nahe am Abgrund die Finanzwelt steht, ganz zuvorderst die ganz Grossen der Branche.
Am Donnerstag erregte eine Studie von CIBC World Markets Aufsehen, laut der die Citigroup dringend neuen Kapitals im Umfang von 30 Mrd. $ bedürfe. Und in der Schweiz hat die UBS die Märkte mit der Meldung aufgeschreckt, sie halte gegenwärtig schwer oder überhaupt nicht mehr handelbare Papiere zum Buchwert von 39 Mrd. $ in ihrem Portefeuille – ein Wert, der annähernd ihrem ausgewiesenen Eigenkapital entspricht. ( Quelle) Die FED rettet mit diesen neuen Spielregeln die grössten Spekulanten und damit auch sich selbst. Welchen Schaden diese neuen Regeln in das Vertrauen in das von den Zentralbanken herausgegebene Geld nimmt, ist noch offen.
Federal Reserve says super SIV requires less capital Betrug im Namen der FED (Trackback)
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Geschrieben von: egon, am 03-11-2007 11:42 Dann kann es ja mit dem Dollar aufärts und mit den Aktien südwärts gehen, die Strolche werden in Stärke die Aktien abstoßen. 2008 wird wohl kein Bullenjahr, ich dachte schon, daß die überteuerte Aktien kaufen müssen, um ihre Aktiv- und Passivseite in der Bilanz auszugleichen. Schade.  Geschrieben von: HRR , am 03-11-2007 18:10 Was dies genau heisst, ist nach wie vor offen. Für mich sieht es zumindest danach aus, dass der Kniff dieselben Interessen verfolgt, wie dies Merrill Lynch vorgeworfen wird: Das Hinausschieben der Probleme in der Hoffnung, dass sich die Märkte wieder beruhigen, quasi frisches Geld auf Zeit. Ob die Zeit aber die Probleme lösen wird oder das Gegenteil der Fall sein wird, wird sich zeigen. Eine Inflation wäre wohl für die Banken die beste Lösung, dann müsste man aber eher Aktien kaufen - zumindest Rohstoffaktien. Artikel kommentieren
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