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Der Steuerzahler soll ran |
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Freitag, 9. November 2007 |
Nachdem nun allen klar geworden ist, dass die Kreditkrise auf die Realwirtschaft hinüber schwappt, zieht der FED-Chef Bernanke den nächsten Pfeil aus dem Köcher. Der Steuerzahler soll ran. Den Unternehmen soll es laut einem Bericht des Wall Street Journals möglich gemacht werden, mit Hypotheken gedeckte Jumboanleihen mit einer Staatsgarantie zu versehen.
Bernanke schlug dem Kongress vor, den beiden Hypotheken-Giganten Fannie Mae und Freddie Mac, auch bekannt als „government sponsored enterprises“, zu ermöglichen, hypothekarisch gedeckte Anleihen mit einer Staatsgarantie zu versehen. Im Gegenzug soll der Staat eine Kommission dafür bekommen.
Dies würde, so glaube ich, eine Hilfe für den Hypothekarmarkt sein
sagte der FED-Chairman.
Bernanke wird mit diesem Vorschlag seinem Ruf als Helikopter-Ben gerecht. Doch politisch ist dies ein schwieriges Unterfangen, auch wenn Senator Schumer vom Wirtschaftskomitee diesen Vorschlag unterstützt.
Präsident Bush hatte während seiner Amtszeit die Sozialleistungen für die Bevölkerung drastisch gekürzt und Steuererleichterungen für die Oberschicht durchgesetzt. Jetzt bin ich gespannt, so fern es denn so weit kommen sollte, wie der amerikanische Präsident dem Volk klar machen will, dass der Steuerzahler für die Exzesse an der Wall Street aufkommen soll.
Dies wäre politischer Selbstmord und käme einer Bankrotterklärung der neoliberalen Kräfte in Washington gleich. Noch aber ist es erst ein Vorschlag. Doch man kann es drehen und wenden wie man will, vermutlich ist dies die einzige Lösung den Dominoeffekt zu stoppen.
Der Bericht des Wall Street Journals im Original: Idea of Jumbo-Loan Guarantee Is Floated
via Immobilienblasen
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