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Das Geschäft mit der Angst |
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Freitag, 18. Mai 2007 |
"Die Frage ist nicht, ob eine Pandemie kommt, die Frage ist nur, wann sie kommt." Dies sagt der Direktor des schweizerischen Bundesamtes für Gesundheit Thomas Zeltner und empfiehlt den Eidgenossen den Kauf von Schutzmasken. Jeder Schweizer und jede Schweizerin soll ein Paket zu 50 Stück kaufen.
Nach Tamiflu wird nun die Schutzmaske dem Geschäft mit der Angst neuen Schwung bringen. Der Hersteller dieses lebensrettenden Utensils ist - der Laie mag sich noch wundern - ein weltweiter Multi:
Die Minnesota Mining and Manufacturing Company (kurz 3M) ist ein
weltweit agierender Multi-Technologiekonzern mit Hauptsitz in St.
Paul/Minnesota in den Vereinigten Staaten.
Auf der Basis von über 30 Technologieplattformen produziert das
Unternehmen mehr als 50.000 verschiedene Produkte. Die 3M-Aktie ist
einer der am stärksten gewichteten Titel im Dow Jones Index. Nach Roche dürften jetzt auch bei 3M die Kassen klingeln, obwohl die Masken nicht halten, was sie versprechen. Auf der Verpackung steht: Sie schützt den Träger nicht vor ansteckenden Krankheiten wie Grippe. Dass diese Masken auch noch ein Ablaufdatum haben, macht das Produkt erst recht zu einem Goldesel.
Dabei hätte es auch ein Produkt der Firma Lamprecht AG, Regensdorf gegeben. Die Masken sind etwas teurer, dafür aber unbeschränkt haltbar. BLICK dazu: Weshalb das Bundesamt nicht dieses Produkt empfohlen hat, ist unklar. Kann sich die Firma Lamprecht vielleicht keine Lobbyisten leisten? Ein Schelm, wer Böses denkt 
Zur Erinnerung: Am 26. Februar 2006 sagte Zeltner in einem Interview zur Vogelgrippe:
Wir gehen davon aus, dass im schlimmsten Szenario zwei Millionen
Schweizer erkranken könnten. An einer normalen Grippe sterben in der
Schweiz 400 bis 1.000 Personen. Das Risiko ist bei einer Pandemie aber
leider je nach Virustyp viel grösser. Wir müssen mit bis zu 50.000
Spitaleinweisungen und bis zu 10.000 Todesfällen rechnen.
Irgendwann wird die Pandemie schon noch kommen, wir müssen nur ganz feste daran glauben 
P.S.: Die Oesterreicher haben die Schutzmasken-Aktion schon hinter sich. Sie endete in einem Fiasko. Drei Viertel der 450'000 Packungen blieben in den Regalen liegen. Das Gesundheitsministerium in Wien musste sich nun verpflichten, alle Masken, die bis Ende Juni noch nicht verkauft wurden, selber zu kaufen. (Quelle BLICK). Wahrlich ein Geschäft ohne Risiko, die Nebenwirkungen tragen die Steuerzahler.
Links
Schutzmasken für alle
Der Masken-Millionen-Deal
Wer eine gute Idee für eine schöne Panik hat, darf diese gerne in den Kommentaren schüren.
...man würde sich besser statt schutzmasken ohrenstöpsel kaufen, um diese panikmache nicht hören zu müssen...
Daniel Koch vom BAG zeigt allen, die auf den Kopf gefallen sind, wie sie mit der Maske umgehen müssen. (Trackback)
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