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Lustreisen - gar nicht lustig, aber üblich PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 19. Juni 2007
Peter Hartz, der Mann der den Deutschen engere Gürtel verordnete und seinen Gürtel auf Geschäftskosten lockern liess, bekommt nun Konkurrenz in Sachen Lustreisen.
Der Bundestagsabgeordnete Norbert Königshofen (CDU) hatte mit seiner Frau 2005 als Mitglied des Aufsichtsrates der Essener Stadtwerke an einer Reise nach Budapest teilgenommen. Außerdem besuchte er als Mitglied des Aufsichtsrates auf Einladung der Stadtwerke AG ein Konzert der New Yorker Philharmoniker in Essen und eine Dinner-Show des Zirkus Roncalli. Die Gesamtkosten von 140.000 Euro hätten die Stadtwerke getragen.

Von einer "Lustreise" - wie bei VW bekannt geworden - könne nicht die Rede sein, meint der Politiker und möchte mit dieser Aussage seinen Kopf aus der Schlinge ziehen. Vielleicht schafft er es die Richter davon zu überzeugen und seinen einträglichen Posten zu retten, ob aber seine Frau damit einverstanden sein wird, dass eine Reise mit ihr nicht lustvoll sei, werden wir wohl nie erfahren.

Erfahren dürfen wir aber, dass solche "Einladungen" selbstverständlich seien und in vielen Unternehmen üblich. Und die Oeffentlichkeit erfährt einmal mehr, warum Politiker bei Grossunternehmen gerne mal ein Auge zudrücken.

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Staatsanwaltschaft Köln ermittelt gegen Königshofen

Seit 38 Jahren verheiratet und da reden Sie von Lust?

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