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Dienstag, 27. November 2007 |
Politiker wurden in den letzten Jahren nicht müde uns zu erklären, wie gefährlich der Islam doch sei. Die Unterschiede zwischen den Religionen wurden betont, die Gemeinsamkeiten vernachlässigt. Einer dieser Unterschiede ist das Zinsverbot - davon wurde allerdings nie gesprochen, Gott sei Dank.
Aus dem Koran leite sich ein Zinsverbot ab, schreibt Morningstar in einer Analyse. Daher kommen generell keine Finanzdienstleister wie Banken, Versicherungen oder Private Equity für die Anlage in Betracht.
Das Emirat aus Abu Dhabi scheint sich nicht daran zu stören und steigt mit 7,5 Milliarden US Dollar bei dem krisengeschüttelten US-Finanzkonzern Citigroup ein. Abu Dhabi wird mit bis zu 4,9 Prozent einer der grössten Anteilseigner.
Der Einstieg Abu Dhabis sei ein reines Finanzinvestment. Weiterer arabischer Grossaktionär ist bereits seit Jahren der saudi-arabische Multimilliardär Prinz al-Walid Bin Talal mit einem Anteil von zuletzt 3,6 Prozent.
Citigroup sei trotz der derzeitigen Krise ein Unternehmen mit bestem Ansehen und enormem Wachstumspotenzial, sagte der Chef der Abu Dhabi Investment Authority (ADIA), Scheich Ahmed Bin Zayed Al Nahayan. Ob das die Islam-Gelehrten auch so sehen?
Der Citigroup wird es egal sein. Für sie ist der Geldsegen wie ein Märchen aus Tausendundeine Nacht.
Milliardenspritze für Citigroup aus Abu Dhabi Sharia-konformes Investieren (Trackback)
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