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Bauchlandung einer Geldmaschine PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 22. Mai 2008
Image Die schwerste Finanzkrise der letzten Jahrzehnte hat nicht nur die Bilanzen von Finanzfirmen beeinträchtigt sondern auch ihr Geschäftsmodell. Früher - und das ist gar nicht einmal so lange her - haben Banken die Risiken in ihren Büchern gehalten und waren auch dementsprechend vorsichtig. In den letzten Jahren haben sie sich aber mehr dem Zerstückeln, Neu-Bündeln und Weiterverkaufen der Schulden gewidmet - eine Geldmaschine, die komplett eingebrochen ist.

Die securitisation von Hypotheken, Kreditkartenrechnungen, Leasingverträgen und Studentenkrediten war für die Investmentbanken die sprichwörtliche eierlegende Wollmilchsau. Laut Nouriel Roubini belief sich allein das Bündeln und Verkaufen der Hypotheken im Januar 07 annualisiert auf 1000 Milliarden Dollar. Da blieb an Spesen ein ordentliches Stück bei den Investmentbanken hängen. Per Januar 08 ist das Volumen auf 50 Milliarden Dollar eingebrochen, ein Rückgang von 95 Prozent.

Auch wenn die Banken den grössten Teil der Abschreibungen bereits hinter sich haben sollten, schreibt Roubini, werden sie nicht so schnell wieder an den Ausgangspunkt zurück kehren, denn die vormals gierigen und ahnungslosen Investoren sind jetzt aufgewacht und werden sich nicht mehr so schnell für die Kunstprodukte der Banken erwärmen können.

Den ganzen Bericht gibts ausführlich hier: How will financial institutions make money now that the securitization food chain is broken?

Und was sollen jetzt die Händler mit den unverkäuflichen Anleihen und ihrer Zeit anfangen? Wie wärs Falten, Zerstückeln, Neu-Zusammen-Fügen und Loslassen Wink

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RSS Kommentare Kommentare (2)

Geschrieben von: egghat website, am 23-05-2008 12:00
Ich habe lange überlegt, ob ich nicht antizyklisch in die Banken investiere. Aber genau zwei Sachen halten mich davon ab:

a) Die Gründe aus dem oben stehenden Artikel. Eine wesentliche Einnahmequelle fehlt jetzt und wird wohl nie wieder so sprudeln wie noch letzten Sommer

b) Die (meisten) Banken verstecken weiterhin Verluste in den Bilanzen. Aber nicht abschreiben hilft ja nicht. Am Ende sind die Dinger etwas was wert oder auch nicht. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und die Verluste, die heute in Level-3-Securities versteckt werden, fallen irgendwann halt doch an und werden IMHO die Gewinne auf Jahre belasten.

Ich sehe daher keine schnelle Rückkehr zur ursprünglichen Ertragskraft.

Geschrieben von: Alexander website, am 09-07-2008 15:54
Ich habe soeben antizyklisch investiert indem ich in UBS-Aktien investiert habe. Bekanntlich soll man kaufen wenn die Ware niemand haben will und verkaufen wenn alle danach schreien...es mag zwar noch ein Weilchen dauen bis es wieder soweit ist, doch Banken werden immer gebraucht, z.B. um Saatgut für Vielfresser zu finanzieren und solange es die UBS nicht lupft, was fatal für die Schweiz wäre, bin ich zuversichtlich. Deshalb habe ich trotz der allgmeinen dummdreisten Schwarzmalerei jetzt gekauft.


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