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Als ich vergangenen Montag die Zeitung aufschlug, staunte ich nicht schlecht. Da wurde Al Gore als "Jesus des Umweltschutzes" bezeichnet. Mit Verlaub, aber Papst wäre passender gewesen oder können Sie sich Jesus vorstellen, wie er in einer Villa mit beheiztem Swimminpool logiert und uns das Energie sparen empfiehlt?
Päpste hingegen haben Erfahrung mit dem Ablasshandel. Wer bezahlte, durfte weiter sündigen.
Wikipedia zum Ablasshandel der katholischen Kirche
Das frühe Christentum ging noch davon aus, dass Gottes Vergebung von Sünden auf Seiten des Menschen einen bewussten Akt der <strong>grundlegenden Umkehr und Veränderung des Lebens</strong> braucht.
Im Spätmittelalter entstanden aus diesem Konzept verschiedene Missbräuche: Einerseits kamen vermögende Gläubige zu der Fehlinterpretation, dass sie unbekümmert wegen etwaiger Folgen sündigen könnten, da ihnen die Kirche ja gegen eine entsprechende Geldspende den Ablass gewähren würde. Andererseits entdeckten einige Päpste, dass sich der Gnadenschatz der Kirche durch Ablass gegen Geldspenden in einen Schatz von klingender Münze umwandeln ließ, wenn man den Gläubigen nur die Schrecken des Fegefeuers für sich und ihre verstorbenen Angehörigen genügend dramatisch ausmalte.
Der Ablasshandel aus dem Mittelalter hat uns viele Kirchen beschert. Wer aber profitiert vom CO2-Zertifikate-Handel?
Auf Al Gore's Homepage befindet sich ein Link zu "Generation Investment Management", eine Firma, die Unternehmen kauft, welche langfristig hohe Renditen abwerfen sollen. Partner dieser privaten Firma sind neben Al Gore, David Blood, CEO von Goldman Sachs Asset Management von 1999-2003 und Mark Ferguson, seit 1999 bei Goldman Sachs.
Ein weiterer Link führt zu "Alliance for climate protection". Chairman dieser Organisation ist Al Gore, Managing Direktor Theodore Roosevelt von Lehman Brothers, einer weiteren Investment Bank.
Ob die jetzt alle mit dem Fahrrad zur Arbeit gehen, angesichts der drohenden Katastrophe? - zu wünschen wäre es, ihrer Glaubwürdigkeit und der Umwelt zu liebe.
Während dessen streiten sich die Experten weiter, ob nun CO2 der Verursacher des Klimawandels sei. Ein Fernsehbeitrag von Günter Ederer
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