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Wenn die Fassade bröckelt |
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Mittwoch, 9. April 2008 |
Wenn die Fassade bröckelt, dann muss eine Renovation her, dachten sich ein paar Aerzte aus der Abteilung Wiederherstellungs-Chirurgie und haben daraus einen lukrativen Wirtschaftszweig gebastelt: die Schönheitsoperationen. Doch mit der Immobilienkrise scheint den Amerikanern nun auch das Geld für die Risse an der eigenen Oberfläche auszugehen. Face-Liftings und Botox-Injektionen werden zunehmend auf die lange Bank geschoben.
"Ich würde lieber auf ein Nachtessen als auf Botox verzichten", erzählt Goldy Anthony der Los Angeles Times, "doch seit Monaten reicht es für beides nicht mehr aus." Goldy - was für ein hübscher Name - ist damit nicht alleine. Obwohl offizielle Zahlen fehlen, wird hinter vorgehaltener Hand erzählt, dass das Geschäft immer schlechter läuft.
"Ich kann mir den Luxus nicht leisten, über Dinge nachzudenken, die ich mir nicht leisten kann", sagt eine Geschäftsfrau aus Las Vegas, die eine 29'000 Dollar-Prozedur geplant hatte.
In einer Zeit in der Millionen von Familien ihr Haus verlieren und vor dem finanziellen Ruin stehen, kann man diese Probleme kaum eine Tragödie nennen, schreibt die LA Times, doch es sollte nicht vergessen werden, dass es sich bei der plastischen Chirurgie um eine Multi-Milliarden-Industrie handelt.
Sobald das Geld für die Spritzen ausgeht, wissen wir wen oder was wir wirklich vor uns haben, das gilt nicht nur bei Finanzprodukten... Man lernt wirklich nie aus
Cosmetic surgery business sags as purse strings tighten
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