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Sheriff auf der Anklagebank |
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Montag, 10. März 2008 |
Der Gouverneur des US-Bundesstaates New York, Eliot Spitzer machte sich in den vergangenen Jahren einen Namen an der Wall Street, weil er unlautere Geschäftspraktiken von Investmentbanken, Fondsgesellschaften und Versicherern öffentlich angeprangert hat. Neue ethische Standards wollte er in der Politik und Wirtschaft durchsetzen. Jetzt ist er an seinen eigenen Ansprüchen gescheitert. Spitzer soll Kunde eines exklusiven Sexclubs gewesen sein.
Spitzer sprengte damals noch als Justizminister mindestens zwei Prostitutionsringe und sprach bei den entsprechenden Ankündigungen mit «Abscheu und Wut». Dass ausgerechnet er jetzt mit einer Prostituierten erwischt wurde, macht ihn nicht gerade glaubwürdig und Glaubwürdigkeit war sein Qualitätssiegel, wenn es darum ging, den Wall Street Banken auf den Füssen herum zu treten.
Noch vor drei Wochen machte er mit der folgenden Drohung auf sich aufmerksam:
Der New Yorker Gouverneur Eliot Spitzer setzte bei einer Anhörung den Anleiheversicherern die Pistole auf die Brust: Er gab den Gesellschaften bei einer Anhörung des Finanzausschusses des US-Kongresses "vier bis fünf Tage" Zeit, um sich genügend Kapital für stabile Ratings zu beschaffen. Andernfalls drohe eine Zerschlagung, bei der die Versicherer in "eine gute und eine schlechte Bank" geteilt würden. Ob das jetzt nur ein komischer Zufall ist, dass diese Meldungen so kurz aufeinander kommen? Ein Schelm, wer Böses denkt...
Spitzer als der Job erlaubt (Trackback)
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