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Eine Frau sorgt für Aufregung |
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Dienstag, 20. Mai 2008 |
Vor einem Jahr war Meredith Whitney noch ein unbeschriebenes Blatt trotz bester Empfehlungen. Mit einem kritischen Report und der Überschrift „Ist Citigroups Dividende sicher?“ hatte sich das vergangenen Herbst über Nacht geändert. US-Medien machten die 37-Jährige Finanzanalystin mit dafür verantwortlich, dass am Aktienmarkt die Bären wieder das Kommando übernommen hatten. Jetzt macht sie wieder mit unfrohen Botschaften auf sich aufmerksam - kein gutes Omen für abergläubische Investoren.
"Wer ist die mächtigste Frau der Welt?" fragte der deutsche Tagesspiegel vergangenen November und beantwortete die Frage gleich selbst: Meredith Whitney - zumindest für eine Viertelstunde. Wegen eines von ihr verfassten Berichtes verloren die amerikanischen Aktien an einem Tag 369 Milliarden Dollar.
Was war geschehen? Meredith Whitney hatte in einer Studie geschrieben, dass eine der mächtigsten Banken der Welt – die amerikanische Citigroup – wegen der Immobilienkrise 30 Milliarden Dollar abschreiben müsse. Außerdem stufte sie die Aktien der Citigroup auf „verkaufen“ herab. Privatanleger, Fonds und andere Banken in aller Welt folgten umgehend ihrem Rat. An den Börsen setzte ein Ausverkauf beispiellosen Ausmaßes ein. Kurz darauf nahm der US- Chef der Citigroup den Hut. Er heißt Charles Prince und war einer der mächtigsten Männer der Welt. Er darf sich bei Meredith Whitney bedanken, die ihn auf dem Gewissen hat.
Im Nachhinein war die Studie von Meredith Whitney alles andere denn übertrieben, wie wir inzwischen wissen und Charles Prince hatte seinen Abgang vorallem sich selber zu verdanken. Doch geliebt wurde die Ueberbringerin der schlechten Botschaft dafür nicht - sie bekam mehrere Morddrohungen.
Wer nun glaubt, sie hätte sich davon einschüchtern lassen, der sieht sich jetzt getäuscht. Die Analystin vom Bankhaus Oppenheimer hat nun die Gewinnschätzungen für das laufende Jahr für die Bank of America, Citigroup, JPMorgan, Wachovia Corp und Wells Fargo im Durchschnitt um 17 Prozent gesenkt und die Erwartungen für 2009 um 20 Prozent reduziert. Alles in allem werden die Gewinne der Banken 72 Prozent tiefer sein als sie dem Konsensus entsprechen, schätzt Whitney. Weiter rechnet sie mit zusätzlichen Abschreibungen bei den Banken von 170 Milliarden US Dollar.
Ob sie auch dieses Mal wieder das optimale Timing für ihre negative Einschätzung erwischt hat und sich die Bären wieder zeitgleich an die Oberfläche trauen, das wird die Zukunft zeigen und im Falle von Morddrohungen ist sie in jedem Fall in guten Händen. Meredith Whitney ist mit Wrestling-Star John Layfield verheiratet.
Credit Crisis Will Extend Into 2009, Oppenheimer Says
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Erhalten von: die aktuellsten meldungen zur bankenkrise - Seite 163 , am 21-05-2008 07:07 (PB) [...] Weiter rechnet sie mit zusätzlichen Abschreibungen bei den Banken von 170 Milliarden US Dollar. Eine Frau sorgt für Aufregung - zeitenwende.ch __________________ Das was vor uns liegt und das was hinter uns liegt ist nichts, verglichen mit [...] |