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Freddie Mac demaskiert PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 15. Mai 2008
Image Freddie Mac schafft das Unmögliche, obwohl die Hauspreise sinken und die Zwangsversteigerungen zunehmen, weist der Hypotheken-Gigant nur einen geringen Verlust aus. Dieses Kunststück gelang nicht, weil das Unternehmen die richtigen Massnahmen getroffen hätte, sondern weil es die Buchhaltungsregeln änderte. Die Aktien begannen kurz darauf zu steigen, die juristisch erlaubte aber völlig intransparente Trickserei hatte sich gelohnt.

Bei Freddie Mac stehen 710 Milliarden an Hypotheken in den Büchern und Garantien im Umfang von 1400 Milliarden (Quelle). Es versteht sich von selbst, dass ein Unternehmen dieser Grösse sich dem Markttrend an den Immobilienmärkten nicht entziehen kann und dennoch kam es laut eigenen Angaben im ersten Quartal 2008 fast ungeschoren davon. Die offizielle Meldung der Schweizerischen Depeschenangentur liest sich so:

Der zweitgrösste US-Hypothekenfinanzierer Freddie Mac hat im ersten Quartal einen geringeren Verlust verzeichnet als von Analysten erwartet. Der Verlust lag bei 151 Mio. Dollar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Im vierten Quartal schockte Freddie Mac die Anleger mit einem Verlust von 2,5 Mrd. Dollar infolge der US-Immobilienkrise. Die Freddie-Mac-Aktie stieg nach der Bekanntgabe des neusten Quartalsergebnisses vorbörslich um rund acht Prozent. (Quelle)

Der gutgläubige Anleger muss hier zum Schluss kommen, dass Freddie Mac tatsächlich besser gearbeitet hat - doch mitnichten. Es handelte sich um einen simplen Trick. Die Level 3 Positionen in der Bilanz sind von 32 Milliarden im letzten Quartal auf 157 Milliarden aktuell gestiegen. Zur Erinnerung: Bei Level 3 können die Unternehmen mangels Marktpreisen den Wert der Papiere selbst definieren.

Laut Freddie Mac wurde dies gemacht, weil aktuelle Marktpreise einfachen keinen Sinn ergeben. Na, wenn das kein guter Grund ist.

Mehr dazu bei Wall Street Examiner: Paint Lipstick on this Pig und Alpavilles Freddie's Accounting Rethink

Das schöne an diesen Bilanzregeln ist, dass die Unternehmen Gewinne zeigen können wie sie möchten. Wem dies alles viel zu kompliziert ist, habe ich hier noch ein Video was die Unternehmen mit den Bilanzen machen bevor sie vor die Presse stehen.

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RSS Kommentare Kommentare (1)

Geschrieben von: rockpianist website, am 17-05-2008 14:56
Der ganz normale Betrug halt und das Volk futtert eben weiter seine Popcorn, Pommes und Burger.
Erst wenn sie merken, dass durch Geld drucken und Bilanzieren keine Werte geschaffen werden, wirds eng. Aber das wir noch einige Jahre dauren!
rockpianist


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