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Josef Ackermann und der Bumerang-Effekt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 6. September 2007
Image Können Sie sich vorstellen, dass sich ein Whisky-Produzent öffentlich über Alkoholiker auslässt oder Philip Morris über Raucher herzieht? Nein? Aber genau dies hat im übertragenen Sinne Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann getan.

Vor ein paar Tagen kritisierte er, dass die Risiken, die manche Banken und Investoren eingegangen seien, nicht in einem angemessenen Verhältnis zur Größe und Risikotragfähigkeit dieser Akteure gestanden hätten. Damit hatte er natürlich völlig recht, doch gehörte die Deutsche Bank wie jede andere grosse Investment-Bank auch zu den Anbietern dieser Produkte und verdiente sich eine goldene Nase dabei.

Wenn Josef Ackermann schon wusste, was genau ablief und wie gefährlich dies alles ist - was ich durchaus vermute - warum hat er dann nicht früher darauf aufmerksam gemacht? Dass ihm der eigene kurzfristige Profit wichtiger war als die langfristigen Konsequenzen für seine Kunden macht ihn moralischer auch nicht besser als die Manager, deren Verhalten er nun kritisiert.

Die Presse lässt sich diesen Steilpass natürlich nicht entgehen: Deutsche Bank: Gut verdient an riskanten Krediten

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