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Das Immobilien-Kartenhaus PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 29. Januar 2008
Image Viele Amerikaner müssen wegen der Immobilienkrise ihr Haus verlassen, doch was viele nicht wissen ist, das viele Amerikaner nie für ihr Haus bezahlt haben - im Gegenteil. Beim Kauf eines Hauses gab es oben drauf noch Cash. Verstehen kann man das nur, wenn man weiss, dass die Verkäufer für jeden Verkauf eine Prämie kassierten und es deshalb bei der Prüfung der Daten der Käufer nicht besonders genau nahmen.

Manche Verkäufer (Liegenschaftenmakler) haben sogar empfohlen ein zu hohes Einkommen anzugeben, damit sie ein grösseres Haus verkaufen konnten. 

Das ging solange gut, solange die Preise stiegen. Wenn die Käufer den Zinszahlungen nicht mehr nachkommen konnten, stockten sie einfach die Hypotheken auf. Doch seit die Preise nicht mehr steigen, kippt das Domino auf die andere Seite. Die Eigenheimbesitzer müssen nun die Häuser verlassen. Vorbei ist das schöne Leben - ein Leben auf Pump. Geld verloren haben lange nicht alle, weil viele von ihnen alles fremd finanziert hatten.

Besonders davon betroffen ist Stockton in Kalifornien. Die Stadt mit 300'000 Einwohner ist ausserhalb von San Francisco gelegen und erlebte in den letzten zehn Jahren einen Bevölkerungsboom wegen den relativ tiefen Preisen. Dem Boom folgte die Krise. Stockton ist so etwas wie das Epizentrum der Subprime-Schuldner. Die Häuserpreise sind innerhalb eines Jahres um 26 Prozent gefallen und die Menschen verlassen wegen Zahlungsunfähigkeit in Scharen ihre Häuser. Das hat nun dazu geführt, dass die Stadt Chemikalien in die stillgelegten Swimminpools in den Vorgärten streuen muss, weil eine Mückenepedemie droht.

Krise hin oder her, Cesar Dias lässt sich nicht unterkriegen und bietet für Interessenten Fahrten mit dem Schnäppchenjäger-Bus an. Geschmacklos finden die einen, eine tolle Idee die anderen. Auf jeden Fall geben sich die Noch-Besitzer jetzt wieder Mühe, ihren Rasen zu bewässern, meint Dias.

 
It sounds complicated but it's really very simple. Banks lent hundreds of billions of dollars to homebuyers that can't pay them back. Wall Street took the risky debt, dressed it up as fancy securities and sold them round the world as safe investments. If it sounds a little bit like a shell game or a ponzi scheme, in some ways it was
 

Eine Uebersicht über die Lage im Fernsehbeitrag von CBS "60 Minutes"






Ein erklärender Kommentar zur Situation in den USA von Immobilienblasen
 
 
 Nur zur Erläuterung muß erklärt werden das anders als in Deutschland die Haftungen in großen Teilen der USA und insbesondere in den Hochburgen wie Kalifornien bei einer Zwangsvollstreckung komplett anders als zum Beispiel in Deutschland gestaltet sind. Dort wird nur mit der Immobilie gehaftet. Das ist gleichbedeutend damit das selbst wenn die Immobile unter den Hammer kommt und die Bank wie momentan üblich gigantische Verluste macht der Schuldner nicht für diesen Verlust einzustehen hat. Würde mal tippen das auch dieses Neuland für die Manager der Landesbanken ist die ja praktischerweise ja oftmals die ganze Bank aufs Spiel gesetzt haben um auch ja genug US Hypothekenpapiere zu erwerben.....

Praktisch, oder?

So kommt es vor das zum Beispiel wenn ein Haus auf der gegenüberliegenden Straßenseite für 300.000 $ zum Verkauf steht und man für sein eigenes Objekt mit 400.000 $ in der Kreide steht ( Eigenkapital war ja zum Glück dank der wahnwitzigen Finanzierungen in den letzten Jahren aus der Mode gekommen ) es nur logisch ist das neue Objekt zu erwerben und das andere in die Zwangsvollstreckung gehen zu lassen. Der damit ruinierte Creditscore sollte bei dieser Ersparniss nicht weiter ins Gewicht fallen.
 

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RSS Kommentare Kommentare (1)

Geschrieben von: Schabmüller website, am 12-02-2010 00:29
Dieser Beitrag beschreibt genau, was am amerikanischen Immobilienmarkt passiert ist. Mit kolossalen Schulden und kaum Eigenkapital wurden Unmengen an Immobilien gekauft, bis das Ganze dann zusammengebrochen ist. Das höchst eigenartige daran ist in der Tat, dass die Politik, die hätte beizeiten eingreifen müssen, dafür nie zur Verantwortung gezogen wurde.

KHS Immobilien Paris
http://www.khs.fr/index2.cfm?langue=DE


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