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My home is my Luftschloss |
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Mittwoch, 3. Oktober 2007 |
My home ist my castle ist einer der Lieblingssprüche der Engländer, doch langsam wäre eine leichte Modifikation angebracht. Mein Haus ist mein Luftschloss kommt der Realität einen gehörigen Schritt näher. Die Briten benutzen ihre Häuser wie Kreditkarten und stehen damit den Amerikanern in nichts nach. Sie finanzieren damit ihren Fernseher, die Ausbildung ihrer Kinder, Ferien auf Ibiza – immer in der Erwartung, dass die Immobilienpreise weiter steigen.
Laut einem Bericht der Bank of England haben die Hauseigentümer im ersten Quartal 2007 13.1 Milliarden Pfund durch Aufstockung der Hypotheken zu cash verwandelt und das Geld ausschliesslich für Dinge, die nichts mit den Häusern zu tun haben, verwendet.
Selbstverständlich war dies nur möglich, weil durch die Preissteigerungen der Immobilien die Belehnungsgrenze nach oben geschoben wurde. Diese Nummer läuft nun schon ein paar Jahre, ist aber, wie die Amerikaner gerade schmerzlich erfahren, keine dauerhaft sprudelnde Finanzquelle.
Wenn nun die Hausse an den britischen Immobilienmärkten zum Stillstand kommt (die Anzeichen mehren sich), dann fehlen pro Quartal ganz grob geschätzt 10 Milliarden Pfund für den Konsum. Sollten die Preise gar sinken, dann Wanken auch die Banken.
Seit dem Jahr 2000 haben die Briten 287 Milliarden Pfund durch Aufstocken der Hypotheken zu Cash gemacht. Eine sich flott drehende Konsummaschinerie auf dem Buckel der Immobilienhausse geht nun aber zu Ende. Im zweiten Quartal 2007 sind die Cash-Outs (siehe oben) von 13.1 auf 10.0 Milliarden Pfund gesunken. Die Alchemie des Geldes wird auch dieses Mal nur ein Wunschtraum bleiben.
Immobilienblasen: Es sieht ganz danach aus, als wenn der Kaufrausch in den nächsten Jahren in einem Kater enden wird.... (Trackback)
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