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Hedge Fonds leiden unter Finanzkrise PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 6. Februar 2008
Image Lange war es ruhig um Hedge-Fonds, erstaunlich ruhig, denn Hedge Fonds wurden in den letzten Monaten immer wieder genannt, wenn es um mögliche Käufer für Subprime-Anleihen oder Aktien von gebeutelten Finanzinstituten ging. Ist an ihnen die Finanzkrise spurlos vorüber gegangen oder liegt es vielleicht doch eher an der Intransparenz, dass wir noch nichts erfahren haben?

Diese Frage hat mich in den letzten Wochen immer wieder beschäftigt, denn die Hedge Fonds gehörten zu den wichtigsten Treibern der Börsenhausse und es schien mir nicht sehr wahrscheinlich, dass alle rechtzeitig die Zeichen der Zeit erkannten. Jetzt wissen wir mehr.

Die Handelszeitung schreibt von einem extrem schwierigen Monat und fügt hinzu:

Der Global Hedge Fund Index HFRX notiert für den Januar 2,2% tiefer: Der grösste Monatsverlust seit mehr als zehn Jahren. Bei 3A Alternative Investments, der Hedge-Investment-Division der Privatbank Syz, sagt Senior-Hedge-Analyst Alexandre Rampa: «Nur einer von zehn Hedge-Managern hat im Januar Geld verdient.»

Eine völlig widersprüchliche Meinung kommt vom Handelsblatt:

„Die derzeit turbulenten Zeiten sind ein ideales Umfeld für Hedge-Fonds“, sagt Emanuel Arbib im Handelsblatt-Gespräch. Die Vergangenheit habe gezeigt, dass Hedge-Fonds-Manager gerade in Zeiten starker Kursfluktuationen ihre Expertise unter Beweis stellen.

ImageIn der Vergangenheit sehr erfolgreich war auch Jon Wood. Der ehemalige UBS-Händler gehörte zu den erfolgreichsten seiner Branche. Während 16 Jahren habe er laut eigenen Angaben bei der UBS jedes Jahr Gewinne gemacht. 2006 startete er dann zusammen mit vier ehemaligen UBS-Kollegen den Hedge Fonds SRM Global, nachdem er von Investoren drei Milliarden US Dollar einsammelte, einschliesslich 500 Millionen US Dollar von der UBS.

SRM Global machte sich letztes Jahr einen Namen als Aufkäufer von Aktien von Northern Rock und Countrywide, dem in Ungnade gefallenen Hypothekar-Institut. Doch bis jetzt ist ihm Fortuna nicht wohl gesonnen. Der von ihm geleitete SRM Global hat laut Bloomberg per 18. Januar 30 Prozent verloren. Bereits im vergangenen Jahr erlitt der Hedge Fonds einen Verlust von 30 Prozent, wie ein Investor berichtete, der nicht genannt werden möchte.

Jon Wood kann jetzt nur hoffen, dass die Investoren langfristig investiert bleiben möchten und hoffen dürfte auch die UBS.

Wood's SRM Global Fell 30% in January, Adding to 2007 Losses 
Hedge Funds beherrschen den Anleihen-Markt


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RSS Kommentare Kommentare (1)

Geschrieben von: Gerhard Spannbauer website, am 29-07-2008 21:40
Das ist meist ein schlechtes Zeichen, wenn man nichts hört. Das ist eine Stufe unter Dementis. Die Finanzkrise frisst sicher weiter in das wirtschaftliche Leben und wird wohl keinen ungeschoren davon kommen.


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