Das Momentum hat den Finanzaktien grandiose Gewinne seit deren
Tiefpunkt im März beschert, doch fundamental ist nichts wirklich
besser geworden. Im Gegenteil kommen jetzt auch die vorübergehend
von der medialen Bildfläche verschwundenen Kreditkartenkredite
wieder in die Schlagzeilen. Doch vorläufig zeigen sich die
Marktteilnehmer wenig beeindruckt. Sie lassen sich lieber von
getricksten Gewinnen verführen.
Nur wenige Marktbeobachter haben erkannt, dass auch bei der HSBC nichts
so ist, wie es ausschaut. Die präsentierten Gewinne sind auch dort
zu schön, um wahr zu sein.
Auch ein sektortypisches starkes Handelsergebnis kann nicht
darüber hinwegtäuschen, daß die Quartalszahlen von HSBC
grausig sind. (FTD)
Die HSBC hat satte 6,6 Mrd. Dollar aus der Abwertung der eigenen Schulden gezogen. (egghat)
Offensichtlich wollen wir belogen werden, egal ob es sich um
Stress-Tests oder Bankgewinne handelt, denn wer käme sonst auf die
Idee, diesen Meldungen überhaupt noch Beachtung zu schenken?
Wie schauts denn wirklich aus? Dazu lasse ich Meredith Whitney zu Wort
kommen, die nicht zu den Windfahnen der Oekonomie gehört und
rechtzeitig auf die Blase in den Bankbilanzen aufmerksam machte:
via Credit Writedowns
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Geschrieben von: Marc , am 12-05-2009 17:42 Bei allem Respekt für Whitney. Andere Analysten waren noch früher als sie und warnten genauer. Whitney hat da wohl einen Massenmedienbonus gegenüber Akademikern wie W. Black oder R. Shiller. Details http://talesfromthefuture.vox.com/library/post/meredith-with ney-zu-banken-und-mehr-ausblick-q2-2009.html bzw. direkt http://online.wsj.com/article/SB123922644853002669.html Geschrieben von: BB, am 13-05-2009 12:58 Irgendwelche Credits von wegen "hat früher gewusst als andere" sind völlig nichtssagend, da die Wahrscheinlichkeit einer richtigen Prognose ex post sogar kleiner als 50 Prozent wahr. Die Tatsache, dass sich die meisten geirrt haben, macht die Prognosen derjenigen, die recht behalten haben nicht valider. Dass "Für" und "Wider" bei den Prognosen nicht 50 % betrugen ist ausschließlich auf den Herdentrieb zurückzuführen den man auf den Zufall noch drauf addieren muss. Geschrieben von: HRR, am 13-05-2009 14:08 @BB Wenn das richtig wäre, was du sagst, dann ist es völlig irrelevant, ob ein Experte unabhängig ist oder von denen bezahlt wird, die von seinen Aussagen profitieren. Eine schöne, aber sehr naive Sichtweise. Artikel kommentieren
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