Genau - das aktuelle, welches in ein paar Tagen zu Ende geht. Das
Wall Street Journal hat nachgerechnet. Seit 1820 gab es nie eine solch
schlechte Dekade an den Finanzmärkten. Selbst Oma's Matratze war die
bessere Zufluchtsstätte für den Sparbatzen als die an der New York
Stock Exchange gelisteten Aktien. Im Schnitt gab es die letzten zehn
Jahre ein Minus von 0.5 Prozent. Nicht eingerechnet Gebühren,
Kommissionen und Beratungshonorare.
Tja, wer hätte gedacht, das selbst die 30er Jahre des vergangenen
Jahrhunderts besser waren. Nur 0.2 Prozent minus gab es damals pro
Jahr. Aber vielleicht wird jetzt ja alles besser und wir haben das
Schlimmste hinter uns. Zumindest glauben das viele Investoren. Die
einen nennen die Erholung der Wirtschaft im Anschluss an die Rezession
als Grund für Zukäufe, andere glauben, dass die Inflation die Aktien
nach oben treiben wird.
Ich glaube weder das eine noch das
andere. Um eine Inflation zu erzeugen braucht es neue Schuldner. Doch
wenn selbst die gigantischen Staatsschulden der letzten Monate keine
Inflation erzeugen konnten, was soll es denn morgen sein?
Eine
Deflation oder Stagflation scheint mir viel wahrscheinlicher.
Griechenland und Dubai zeigen den Weg, dass mit der munteren
Schuldenmache vorerst Schluss ist. Von den Banken wird genau so wenig
eine Kreditexpansion zu erwarten sein. Zudem laufen diverse
Rettungsprogramme der Zentralbanken im kommenden Jahr aus. Und auch bei
den Konsumenten sitzt das Geld nicht mehr locker, notgedrungen selbstverständlich.
Woher also soll der Aufschwung kommen?
Und woher die Inflation? Und wenn beides nicht kommt, wie starten dann
die Börsen durch? Genau, gar nicht. Deshalb dürfte Omas Matratze auch
2010 nicht die schlechteste Wahl sein.
Zur Ansicht folgt nun ein Chart, welcher am Beispiel USA zeigt, dass
die Regierung zwar die Verschuldung massiv gesteigert hat (rosarot),
dies aber die den Rückgang der Verschuldung anderer Marktteilnehmer
kaum ausgleichen konnte.

Chart etwas grösser bei Mish Das verlorene Jahrzehnt (Wall Street Journal)
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Geschrieben von: physiker, am 22-12-2009 17:13 Danke, das zeigt schon, dass jetzt eine neue Phase angebrochen ist. Ob die Kurven jetzt anfangen zu oszillieren, sollte man allerdings a priori nicht ausschließen. Geschrieben von: mylli, am 23-12-2009 07:16 Naja, wir reden von einem schlechten Jahrzehnt, der knick oben ist aber sehr jung. Natürlich ist er mit darand beteiligt, dass wir das schlechteste Jahrzehnt hatten (wo eigentlich, im DOW, weltweit oder Gummibärenindex?), aber dass der Knick notwendig oder hinreichend für eine neue Phase ist, das sehe ich nicht. Geschrieben von: HRR, am 23-12-2009 10:37 @mylli Einen unmittelbaren Zusammenhang zwischen Schulden - Wirtschaftswachstum und Börse gibt es tatsächlich nicht. Die Börse spiegelt die Erwartungen und nicht die effektiven Verhältnisse. Erwartet wird aber von einigen Investoren eine (Hyper)Inflation wegen den steigenden Staatsschulden. Das dürfte eine Illusion sein, da wie der Chart zeigt, die gesamte Summe an Schulden nicht mehr wächst. Artikel kommentieren
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Erhalten von: Das schlechteste Jahrzehnt für die Börse. Überhaupt? • Börsennotizbuch , am 22-12-2009 12:38 (PB) [...] war das schlechteste Börsenjahrzehnt?”, fragt Zeitenwende. Nun, leider das jetzige, ist die für die aktuelle Anlegergeneration bittere Antwort. Selbst [...] Erhalten von: Das schlechteste Börsenjahrzehnt seit 1820 wirft grundsätzliche Fragen auf « Blick Log , am 28-12-2009 23:43 (PB) [...] habe. Dass die vergangenen 10 Jahre aber zu den 10 schlechtesten seit 1820 zählen, erfuhr ich erst aus dem Blog Zeitenwende: ?Das Wall Street Journal hat nachgerechnet. Seit 1820 gab es nie eine solch schlechte Dekade an [...] Erhalten von: Das verlorene Börsenjahrzehnt » Börsenjahrzehnt, das schlechteste Börsenjahrzehnt, New York Stock Exchange, China, USA » Spekulantenblog , am 29-12-2009 14:32 (PB) [...] Europa oder den USA sorgte diese Entwicklung vor allem für deflationäre Tendenzen, so fragt sich Zeitenwende völlig zurecht wo anhand der ganzen Schulden die Inflation geblieben ist. Und eben die [...] |