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Samstag, 6. Juni 2009 |
Britische Parlamentarier sind nicht zu beneiden. Seit bekannt wurde,
dass sie da und dort ein paar Pfund vom Steuertopf abgezweigt haben für
persönliche Nettigkeiten, übergiesst sie Hohn und Spot ihrer
Untertanen. Dabei waren sich die Briten doch viel grössere Summen
gewöhnt, die aus dem Staatshaushalt abgezweigt wurden. Wo ist also das
Problem?
Erstaunlich sei die Schamlosigkeit der Parlamentarier. Von fragwüdigen
und habgierigen Spesenabrechnungen seitens der Abgeordneten ist die
Rede. Und die Wähler wenden sich angewidert ab. Dabei geht es nur um
jeweils ein paar Tausend Pfund, die für Pornofilme, Entenhäuschen und
Zweitwohnsitze "irrtümlich" verrechnet wurden.
Glauben die Briten
denn wirklich, dass die Millionensaläre in der Finanzindustrie, die
dank der Mulimilliardenhilfe der Steuerzahler weiter fliessen, einem
nobleren Verwendungszweck dienen? Von Einschränkung ist dort nichts zu
sehen. Weshalb denn jetzt der Aufruhr wegen ein paar Lappalien seitens
der Politik? Wir haben es hier offensichtlich mit einer
Wahrnehmungsstörung der Oeffentlichkeit zu tun.
Was die
Staatshaushalte innert Monaten auf den Kopf stellte, hat nichts mit
Spesenfilz zu tun. Das Fiasko fand auf einer ganz anderen Bühne statt,
doch Begriffe wie Monoliner, CDS oder Tier I-Ratio verstehen sie nicht
und sind deshalb den Experten völlig ausgeliefert. Sie verstehen aber,
wenn Politiker die Hemden via Steuergelder bügeln lassen. Abba ist das
gerecht...?
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Geschrieben von: Nanuk, am 06-06-2009 19:00 Naja die Politik könnte ja aufklären tut sie aber nicht.Selbst schuld... Wenn ihr der Mut zur Wahrheit fehlt.  Geschrieben von: Hella , am 08-06-2009 16:03 Vor ein paar Jahren ist ja der Grüne Özdemir zurückgetreten,weil er Bonus-Flugmeilen privat nutzte. Das hat den Stuerzahler rein gar nix gekostet. Trotzdem hat sich jeder aufgeregt. Ich glaube das liegt vor allem daran, dass man Politikern nichts gönnt und ihnen grundsätzlich misstraut. Artikel kommentieren
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