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US-Konsumenten bleiben auf der Strecke |
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Dienstag, 6. Januar 2009 |
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Seite 1 von 2 Das amerikanische Finanzministerium ist im Besitz von 172,5 Mrd US$ in
Vorzugsaktien von 208 Finanzinstitutionen. Dennoch war es bislang nicht
erfolgreich im Bemühen, die Kreditmärkte aufzutauen. Die Steuerzahler
unterstützen damit eine Industrie, welche ihnen als Konsumenten kein
Geld geben will.
Während die Interbankzinsen seit dem im Oktober vom Kongress
bewilligten 700 Mrd $ Rettungspaket zurück gegangen sind, bleiben die
Zinsen für Konsumentenkredite weiterhin hoch. Der Durchschnittszins für
Kreditkarten lag Mitte Dezember bei 14.33 Prozent, beinahe unverändert
im Vergleich zu 14,41 Prozent im Oktober 2007.
Kritisiert wird
dieses Verhalten seitens der Banken von Alan S. Blinder, Professor an
der Princeton University und früherer Chairman bei der Federal Reserve.
Er verlangt von der Regierung, dass sie als Aktionär eine aktivere
Rolle einnehmen müsse. "Wenn die Steuerzahler schon ihr Geld zur
Verfügung stellen, dann sollten sie dafür auch etwas bekommen, doch das
ist nicht der Fall."
Laut der Fed sind die Konsumentenkredite im
August um 6,4 Mrd $ zurück gegangen, der stärkste Einbruch seit 65
Jahren. Im Oktober reduzierten sie sich noch einmal um 3,5 Mrd $, das
ist das erste Mal seit 1992, dass während zwei Monaten im gleichen Jahr
sich die Kreditsumme reduzierte.
In ihrem letzten
Quartalsbericht im Oktober meldete die Fed, dass 85 Prozent der
amerikanischen Banken sagten, dass sie die Konditionen für kommerzielle
und Industriekredite verschärft haben. Sogar 95 Prozent sagten, dass
sie die Kosten für diese Kredite erhöht haben. Ueber 70 Prozent
verschärften die Bedingungen für Hypothekarkredite und 65 Prozent für
Konsumentenkredite.
Während die Hypothekarzinsen tatsächlich
gefallen sind, fielen sie dennoch nicht gleich stark wie die Zinsen, zu
denen sich die Banken Geld ausleihen, d.h. die Banken haben ihre Margen
erhöht. Im Sinne eines grösseren Risikos ist das verständlich, für
einen Aufschwung aber nicht hilfreich. Deshalb machen sich jetzt immer
mehr ärgerliche Stimmen bemerkbar.
"Wir besitzen sie und wir
sollten sicher stellen, dass sie uns nicht ausnützen," sagte Gail
Hillebrand von der Consumers Union. "Wir sollten Banken nicht erlauben
das Geld zu benutzen für Dinge, die Konsumenten und Steuerzahler
schaden. Wir verlangen ein verantwortungsvolles Verhalten seitens der
Banken."
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