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Ueber die Ursache gibt es
hingegen keine Zweifel. Ob Politik oder Finanz, die neoliberalen Kräfte
fanden die Blase toll und hatten auch mächtig davon profitiert. Unter
dieser Ideologie klaffte die Schere zwischen Arm und Reich immer weiter
auseinander. Jetzt wo nicht nur die Finanzblase, sondern auch die
Ideologie an ihrer Blindheit zerplatzte, wird nun der Steuerzahler in
Sippenhaft genommen, der Steuerzahler, dieses unbekannte Wesen, der
nicht mehr weiss, wie ihm geschieht. Doch weshalb soll beim Platzen
einer Blase ausgerechnet die Ungleichheit der Vermögen, die ihre
Ursache massgeblich in der Blase hatte, zementiert werden?
Eine
Frage, die sich sicher auch die Wähler stellen. Mich würde es nicht
wundern, wenn mancher früher liberal wählende Bürger in naher Zukunft
Lafontaine die Stimme gibt in der Hoffnung, dass der Filz zwischen
Grosskonzernen und Politik endlich durchbrochen wird.
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Geschrieben von: martin r, am 28-11-2008 20:49 Interessanter Ansatz, der das Denken der eingefahrenen Gedanken sprengt und dabei logisch das Begonnene weiterführt. Wenn Schäuble jemals seine 'Bürger-sind-Terroristen-und-zu-verfolgen' Maßnahmen durchsetzen sollte , wird HRR auf der Liste stehen. Aber ich bin guten Mutes: Die Mehreren sind die Schwereren. Geschrieben von: Pierre Sanft, am 29-11-2008 11:13 Ich bin mir nur nicht sicher wie das funktionieren sollte. 1. Weiß keiner, wie viel Geld jemand besitzt. Das würde dann heißen das Bankgeheimnis ist tot. Bring das mal einen Österreicher oder Schweizer bei! Alle Daten/Bankkonten müßten zusammengeführt werden (Liechtenstein, Schweiz, Caymans, Bahamas, USA etc.). Wer glaubt, dass das jemals funktionieren kann, glaubt auch an die One-World-Regierung deren Präsident der Weihnachtsmann ist. 2. Vermögen - das ist ganz heikel. Nehmen wir mal die Quants. Die haben ihr Vermögen zum großen Teil in BMW. Dzt. Kurs ca. 19,50 EUR. Vor einem Jahr noch war der Kurs bei 42 EUR. Also, ich rechne: 42 EUR, da schließlich die „Reichen“ die Krise verursacht haben! Bei 5 % Enteignungssteuer müßten sie 10 % des Vermögens locker machen. Da sie das Geld nur in Aktien besitzen, nicht in bar, verkaufen die Quants einen Teil von BMW um die Steuer zu zahlen. Daraus folgt, tiefere Kurse. Noch mehr Krise. 3. Die Firma Müllerlüdenscheidt, eine Tischlerei mit 1500 Mitarbeitern, Umsatz 1 Mrd. Euro, Wert laut Bilanz 209,4 Mill. EUR. Gewinn, bisher jährlich von 42,5 Mil. EUR. Ein Konkurrent würde die Firma sofort um 600 Mio. EUR kaufen. Frage: Wieviel zahlt Herr Müllerlüdenscheidt nun den Herren Lafontaine & Gysi? 4. Apropos, Lafontaine. Muß er seinen „Palast der sozialen Gerechtigkeit“ auch besteuern, oder gilt für die Nomenklatura eine Ausnahmeregelung? Geschrieben von: HRR, am 29-11-2008 11:42 @Pierre Sanft Weiß keiner, wie viel Geld jemand besitzt. Es gilt wie immer das versteuerte Vermögen. Da sie das Geld nur in Aktien besitzen Quandt-Erbin Susanne Klatten hat gerade ihren Anteil bei Altana erhöht. Nur keine Sorge, die sind schon flüssig. Die Firma Müllerlüdenscheidt... Es gilt das versteuerte Vermögen... Apropos Tischlerei und ähnliche Betriebe: Die würden von einer Mehrwertssteuersenkung im Gegenzug wieder profitieren. Der mit Abstand grösste der Teil der Einnahmen käme hingegen von den Milliardären und nicht von den KMUs, die immer ins Feld geführt werden, wenn es um Vermögenssteuern geht. Geschrieben von: Matte, am 29-11-2008 15:04 Ich werde jedenfalls definitiv diese Koalitionsversager nicht mehr wählen. Ganz richtig, den Filz durchbrechen. Da bleibt mir nur die Linke. Geschrieben von: Zykliker, am 29-11-2008 20:32 Sollte es in der Schweiz doch noch richtige Liberale geben? Respekt... in Deutschland sind die, die sich liberal nennen, nichts weiter als neoliberale Interessenverfechter der materiellen Oberschicht (sieht man z.B. an den reflexartigen Rufen nach Steuersenkungen mit der kommenden Depression als Vorwand - die schämen sich nicht mal jetzt, die Raffgier ihrer Clientel zu bedienen, bemäntelt mit der immergleichen ideologischen Heuchelei). Natürlich ist der Vorschlag - gerade auch die Begründung von HRR - sehr interessant und vom moralischen Standpunkt mehr als berechtigt; aber gerade eben deshalb hat er keine Chance auf Verwirklichung: die Machtverhältnisse lassen es nicht zu. Da müssten die Regierungen/Parlamente ja aus weisen, dem Gemeinwohl verpflichteten Menschen bestehen und nicht aus Marionetten der materiellen Oberschicht. Selbst in einer Direkten Demokratie wie der Schweiz - so vermute ich mal - würde ein entsprechendes Plebiszit nach massiver Propagande "richtig im Sinne der Oberschicht" ausgehen. Diese wird die Welt eher zugrunde richten, als sich mit den restlichen 95% der Menschen gütlich zu einigen, denn ihr vorheriger Erfolg hat sie in die realitätsblinde Dekadenz getrieben. Diagnose wie bei Marx; Therapie offen und möglicherweise wieder ähnlich katastrophal wie schon mal versucht; das könnte man sich alles sparen, wenn die Wirtschaftlichen Machthaber einsehen würden, daß man pro Tag nicht 1 Million Schnitzel zu essen sich leisten können muß, 950.000 reichen doch eigentlich auch; der Arzt hat doch ohnehin schon längst cholesterinarme Diät verordnet. Artikel kommentieren
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Erhalten von: Krisenzeit: Von Konsumgutscheinen und Sonderabgaben , am 03-12-2008 14:21 (PB) [...] kürzlich auf Zeitenwende kommentiert, entspricht eine derartige Idee auch einem liberalen Gerechtigkeitsverständnis, indem [...]
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