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Freitag, 19. September 2008

Die Aussicht auf eine staatliche Rettung für die angeschlagene US-Finanzbranche hat auch dem Ölpreis am Freitag wieder Auftrieb gegeben. „Es gibt ein Gefühl, dass die Krise die Talsohle erreicht hat, und das sehen einige als guten Zeitpunkt zu kaufen“, sagte der unabhängige Energie-Analyst Gerard Rigby.

Wer lässt nur solche Analysten auf die Medien los?

Der Analyst hatte seine wirren Gedanken einem Journalisten des deutschen Handelsblatts in den Schreibblock diktiert. Offenbar war der Medienvertreter auf der Suche nach einer Erklärung für den neuerlichen Oelpreisanstieg und hat dabei ins Klo gegriffen.

Der Oelpreis steigt mitnichten aus konjunkturellen Gründen. Durch die staatlichen Rettungsaktionen an allen Fronten werden verfaulte Kredite an die Steuerzahler weiter gereicht. Davon kommt kein Jimmy bei den Konsumenten an. Keiner wird deshalb mehr Geld haben ausser diejenigen Unternehmen, welche ohne die Rettungsaktionen zusammen gebrochen wären.

An der konjunkturellen Situation ändert sich nichts, ausser dass die Konsumenten jetzt auch noch mit Steuerhöhungen einerseits und weniger Sozialprogrammen andererseits zu kämpfen haben werden.

Der Oelpreis steigt aus dem gleichen Grund an wie zu Beginn der Kreditkrise. Wohin sollen denn die Investoren und Hedge Funds sonst jetzt mit ihrem Geld, wenn nicht in die unverwüstlichen Rohstoffe? Der Preisanstieg ist der inflationären Politik zu verdanken. Auch weitere Preisanstiege bei den Lebensmitteln und Edelmetallen wären alles andere als überraschend. Ueberraschend wäre jetzt nur eines: dass die Konjunktur anspringt. Darauf werden wir noch lange warten müssen.

Hier gehts zum Handelsblatt-Artikel: Ölpreis steigt wieder über 100 Dollar

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RSS Kommentare Kommentare (3)

Geschrieben von: martin r, am 19-09-2008 17:50
That's it - unser Börsenleithammel und Politprofis sollten sich die paar Zeilen mal über den Schreibtisch hängen und danach handeln.
Das heißt: Währungsreform sofort - bevor das Chaos ausbricht !

Geschrieben von: Frank website, am 19-09-2008 18:17
Richtig wohin auch sonnst mit dem Geld, wenn nicht in Rohstoffe. In Banken wird so schnell niemand investieren, mit Außnahme des Staates. Ich denke wir sehen erst die Spitze des Eisberges und die Menschen werden nun, erstmal jedenfalls ihr Geld zusammenhalten. Was nicht unbedingt für einen Konjunkturaufschwung spricht.

Geschrieben von: Wallraff der 24., am 21-09-2008 08:34
Es lohnt nicht mehr offizielle Meldungen der Medien zu lesen. Hier sind Betrüger am Werk, die bereits seit langem unser mühsam verdientes Geld mit Taschenspielertricks enteignen. Bisher hat es kaum jemand bemerkt. Demnächst reicht die Rente nicht mehr, das verdiente Lebenswerk ist zerstört. Dann gibt es nur noch Honecker-Dollars und Honecker-Euros, was die Umschreibung für Spielzeuggeld ist. Nur kaufen kann man dafür nichts mehr.
Ich soll deshalb alle schön Grüssen von der Honecker Familie: Weder Ochs noch Esel in seinem Lauf hält den Sozialismus auf. Und er fügte noch hinzu: vorwärts immer, rückswärts nimmer.


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