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Schwarzweiss am Paradeplatz PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 23. April 2009
Während sich die Credit Suisse am besten von allen internationalen Grossbanken durch die Krise manövriert, sieht sich die UBS mit neuen Vorwürfen zum Thema Steuerhinterziehung konfrontiert. Das ungleiche Paar vom Paradeplatz, eine kurze Uebersicht aktueller Meldungen.

Die Credit Suisse macht einen feschen Eindruck. Ohne Steuergelder und besser kapitalisiert als die Konkurrenz steuert sie ihr Schiff durch die Krise. Im ersten Quartal kann sie über einen erfreulichen Zuwachs an Neugeldern berichten. Im Wealth Management beläuft sich der Eingang auf 9,0 Mrd. Fr. und beim Corporate- und Retail-Banking auf 2,4 Mrd. Fr. Zudem ist sie auch deutlich in die Gewinnzone zurückgekehrt und weist einen Reingewinn von zwei Milliarden Franken aus. Das Investmentbanking schreibt wieder schwarze Zahlen. (Factssheet der CS )

Die Credit Suisse profitiert dabei immer noch von ihrem frühzeitigen Ausstieg aus dem privaten Immobiliengeschäft in den USA. Die damals noch vom jetzigen UBS-Chef Oswald Grübel geführte Bank hatte die Nase im Wind und ist seither der Konkurrenz immer einen Schritt voraus.

Ganz anders sieht die Situation bei der UBS aus. Obwohl Grübel dort seit seinem Wechsel jetzt radikal aufräumt, Beteilungen abbaut (Pactual), Mitarbeiter entlässt und grosszügige Spesenvergütungen abschafft, kommt die Bank nicht zur Ruhe. Am Dienstag berichtete das ZDF in ihrer Sendung Frontal21...

Die Geschäfte der Schweizer Bank UBS mit deutschen Steuerflüchtlingen sind offenbar umfangreicher als bisher bekannt. Das geht aus einem vertraulichen Papier der UBS-Vermögensverwaltung hervor, das Frontal21 vorliegt. Danach betreute die UBS Anfang vergangenen Jahres für deutsche Kunden allein in Liechtenstein rund 36.000 Stiftungen, weitere rund 14.000 in anderen Steuer-Oasen. Die UBS will die Zahlen auf Anfrage weder bestätigen noch kommentieren. (Quelle)
Das vertrauliche Papier: HIER

Doch die UBS dementiert die Vorwürfte.

In einer Stellungnahme vom Mittwoch bezeichnet sie das sogenannte «vertrauliche interne Memo» als Fälschung. Die darin aufgeführten Behauptungen entbehrten jeglicher Grundlage. Der erwähnte Adressat, UBS Vice Chairman Arthur Decurtins, habe das Papier nie erhalten. Eine im Memo angeführte Sitzung habe es nie gegeben. Auch das Format des vom ZDF publizierten Memos entspreche nicht dem UBS-Format. Zudem fehle der Absender, der in jedem Briefkopf enthalten sei, schreibt die UBS.

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