Die Politik will jetzt die Bankmanager an die Kandarre nehmen, tönt es quer durch Europa, um die Steuerzahler zu besänftigen. Das Beispiel Sachsen zeigt aber, dass sie nichts zu befürchten haben. Ehemalige Manager der Sachsen LB, welche die Bank zu Fall gebracht haben, wurden nun mit hochdotierten Jobs versehen, um die Krise aufzuarbeiten.
Noch 2006 fuhr die Sächsische Landesbank ein Rekordergebnis ein. Ein Jahr später geriet die Sachsen LB in eine gefährliche Schieflage. Auslöser dafür waren Fehlspekulationen der irischen Tochter Sachsen LB Europe mit Sitz in Dublin. Chef der irischen Filiale zu diesem Zeitpunkt: Sven Petersen. Sein Team hatte sich milliardenschwer auf dem US-Immobilienmarkt verzockt. Die Pleite der Sachsen LB konnte nur durch den Notverkauf an die Landesbank Baden-Württemberg abgewendet werden.
Sven Petersen ist heute nicht mehr bei der Sachsen LB, die jetzt Sachsen-Bank heißt. Sven Petersen arbeitet jetzt für eine Leipziger Firma, die den Freistaat Sachsen exklusiv beim Umgang mit den Altlasten der notverkauften Sachsen LB berät. An Petersens Seite arbeitet ein Mann, der zuletzt als Referatsleiter im sächsischen Finanzministerium für die Kontrolle der Sachsen LB zuständig war: Bernd Thode. Beide verdienen jetzt ihr Geld damit, dass sie den Schaden verwalten, den sie mit zu verantworten haben.
Und diese Firma heisst Sachsen Asset Management oder kurz SAM. Wie viel das Bundesland Sachsen an SAM für den Umgang mit den Altlasten bezahlt, ist laut der Fernsehsendung FAKT extra nicht bekannt.
Der zuständige Abteilungsleiter im Dresdner Finanzministerium Michael Antoni ist sicher, dass niemand besser Auskunft geben kann als die Leute, die bei der Sachsen LB mitgearbeitet haben.
Wer eine solche Begründung abliefert ohne rot zu werden muss schon ein ausgekochtes Schlitzohr sein. Wer wirklich interessiert an einer Aufklärung ist, stellt unvoreingenommene Investmentbanker ein, die vorher mit der Verbriefung von Immobilien beschäftigt gewesen sind und davon gibt es jetzt reichlich auf den Strassen der internationalen Finanzplätze. Die Politik steckt offensichtlich tief im sächsischen Sumpf mit drin, anders ist diese Auftragsvergabe nicht zu erklären.
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Der weiche Fall der Manager (Trackback)
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Geschrieben von: Nanuk, am 14-10-2008 08:14 "Die Politik steckt offensichtlich tief im sächsischen Sumpf mit drin, anders ist diese Auftragsvergabe nicht zu erklären. " Das ist für einen Schweizer schwer zu verstehen das ist deutscher Klüngelkapitalismuss und für uns Deutsche ist das ein gutes Zeichen man muss halt darauf hoffen das man aus der Episode gelernt hat und nun der normalen Bevölkerung wieder ihren Anteil daran gibt sonst funtioniert der nämlich nicht.Das wird sich in den nächsten Jahren zeigen ob der Ablasshandel in Deutschland noch vorhanden ist. Ist er das nicht gute N8 Deutschland. Ein gelungenes Beispiel für Klüngelkapitalismuss ist übrigens der Verkauf von Hapag Lloyd.Wie es nicht laufen sollte war bei VW zu sehen.Man muss halt abwarten ob alle ihre Lektion gelernt haben. „Anstatt uns zu fragen, was wir mit den Armen machen sollen, sollten wir uns lieber fragen, was die Armen mit uns machen werden." Gilbert Keith Chesterton Geschrieben von: Lachkrampf, am 14-10-2008 08:54 @Nanuk Meinst Du tatsächlich, die Schweizer Politiker seien weniger korrupt und besser? Weiterhin schöne Träume! Neuerdings darf man am Flughafen Leute nackt-scannen. Und was machen die Schweizer? Schlafen! Jaja, die Schweiz ist heil. Sieg heil! Ach ja, wenn Du dann mal erwachst, lass Orwell schön grüssen. Geschrieben von: Nanuk, am 14-10-2008 09:03 Meinst Du tatsächlich, die Schweizer Politiker seien weniger korrupt und besser? Das ist keine Korruption das ist Klüngel da ist ein kleiner aber feiner Unterschied Klüngel kommt allen zu gute Korruption schaft vorteile für eine einzelne Person. Geschrieben von: Lachkrampf, am 14-10-2008 09:08 Jaja, träum schön weiter! Bist wenigstens in guter Gesellschaft in der Schweiz. Geschrieben von: Nanuk, am 14-10-2008 09:09 Ein einfaches Beispiel wenn der Sparkassen Leiter seinem Kumpel von der Fabrik einen Kredit gibt obwohl der seinen Kreditrahmen schon ausgeschöpft hat ist das Klüngel. Wenn der Sparkassen Leiter sich dafür bezahlen läst ist das Korruption.  Geschrieben von: HRR, am 14-10-2008 09:23 @Lachkrampf Es gibt den kleinen aber entscheidenden Unterschied, dass der Schweizer Bürger etwas tun kann. Geschichten wie in Sachsen sind in der Schweiz tödlich, wenn es in der Oeffentlichkeit bekannt wird. Geschrieben von: Lachkrampf, am 14-10-2008 09:25 Aha, dann weisst Du also immer, welche Reisli die Politiker machen und was auf ihren Konti so geschieht. Na gut, das weiss ich halt nicht. Und die Schweizer sind halt besser als alle anderen. Wir Schweizer sind halt schon saugut. Aber dass wir so dumme Politiker haben, habe ich nicht gewusst. Dass Politiker dumm sind, nun, das ist ja ein Allgemeinplatz. Aber grad so dumm - tztztztz. Aber lügen, das können sie verdammt gut. Da sind sie nicht besser als die ausländischen. Nur gut, ist die UBS - noch - nicht untergegangen. Mal sehen, wieviel Steuergeld sie dann locker machen und den Franken mitversenken. Warten wir mal ab. Gibt sicher ein böses Erwachen. Geschrieben von: HRR, am 14-10-2008 09:32 Die Schweizer sind nicht besser als die andern, keiner hat sowas geschrieben, aber die Schweizer Politiker haben nicht die Handlungsfreiheit wie in anderen Ländern. Weshalb also einen Schweizer Politiker bestechen, wenn das Volk nachher wieder alles umkippt? Geschrieben von: Lachkrampf, am 14-10-2008 10:19 @HRR "Das ist für einen Schweizer schwer zu verstehen" "Die Schweizer sind nicht besser als die andern" Dann sind die Schweizer halt dümmer, weil sie nix verstehen. "wenn das Volk nachher wieder alles umkippt" Was interessiert die Politiker schon, was die Schweizer umkippen? Siehe Sommerzeit, siehe Elektrizität - die Liste liesse sich unendlich fortsetzen. Von den täglichen Verfassungsbrüchen gar nicht erst zu reden. Und wenn wir grad dabei sind: Das Volksvermögen, Gold, verscherbeln, die Währung ruinieren mit unendlichem und ungezügeltem Gelddrucken; die Grenzen öffnen, In-die-EU-wollen trotz Volksentscheid usw. usf. Tagtägliche Missachtung des Volkswillens - die Politiker wissen es schliesslich besser als das dumme Volk. Und mit den neuen Flughafen-Scannern schiessen sie nun den Vogel endgültig ab. Schliesslich sind wir ja so gefährdet, wie die Amis, die Briten, die Deutschen, weil wir überall in der Welt Kriege führen - dass die Anschläge wohl kaum von Al Kaida ausgeführt wurden (siehe Dr. Ganser und viele mehr), ist den dummen Politikern natürlich völlig unbekannt. Dafür finanzieren wir einen Geheimdienst, der nix taugt. Dafür taugt er - und die Journis - umso mehr, um die Bevölkerung zu überwachen, zu versklaven, zu belügen und zu verarschen. Aber korrupt, nein, das sind die Schweizer Politiker nicht. Eben, sie sind halt nur saudumm. Artikel kommentieren
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