Zeitenwende.ch        WIRTSCHAFT - geschüttelt statt gerührt
Optimistische Anleger PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 4. November 2008
So schnell lassen sich die amerikanischen Vermögensverwalter die Laune nicht verderben, schreibt Barrons. Laut einer Umfrage des Wochenmagazins sind 50 Prozent bullisch für die Aktienmärkte und ein Drittel neutral. Rezession hin, Kreditkrise her, Aktien kaufen heisst das Motto.

Auf dem Rücken der Staatshilfen werden die Finanzmärkte genesen. Bereits Ende dieses Jahres sehen die Optimisten den Dow Jones wieder bei 10642 Punkten, was einem Gewinn von 12 Prozent auf aktuellem Level entspricht. Auch wenn diese Aussichten zu euphorisch scheinen, entspricht es immer noch einem Kursrückgang von 20 Prozent auf Jahresbasis.

Nach dem Oktobercrash glauben 62 Prozent der von Barrons befragten institutionellen Anleger , dass Aktien unterbewertet seien. Aber aufgepasst, bereits im Frühling hielten 55 Prozent die Aktien für zu billig. Nur 7 Prozent gehen davon aus, dass Aktien überwertet sind. Fast 70 Prozent gehen davon aus, dass Aktien nächstes Jahr die best performende Vermögensklasse sein wird. Nur 13 Prozent bevorzugen Cash und 11 Prozent geben Anleihen den Vorzug.

Diese Umfragewerte deuten nicht darauf hin, dass der Oktoberschock besonders tief sitzen würde. Die Anleger wollen im Gegenteil bereits das Ende der Rezession an den Börsen handeln. Für mich kommt dies definitiv zu früh. Trendwenden haben noch nie mit so grossem Optimismus begonnen. Meine vor gut einer Woche geäusserte Aussage "Also aufgepasst, die Baisse an den Aktienmärkten könnte damit für ein paar Wochen vorbei sein." traue ich inzwischen nicht mehr über den Weg. Zu heftig viel die Rally aus. Ich gebe Cash den Vorzug, allein schon des ruhigen Schlafes wegen.


Trackback-URL  (Trackback)

Tag it:
Delicious
Furl it!
Spurl
NewsVine
Reddit
YahooMyWeb
Technorati
Mister.Wong

Kommentar-Feld ein/ausblendenArtikel kommentieren | Zu Favoriten hinzufügen (0) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 1932

RSS Kommentare Kommentare (1)

Geschrieben von: martin r, am 04-11-2008 20:17
Cash wird der Verlierer sein, wie 1929/30.
Martin Hennecke hat das schon vor Monaten (richtig)
erkannt: dem Verlust der Währungsstabilität kann man
nur durch ( die richtigen) Vermögenswerte begegnen.
Dazu gehören Fabrikanlagen und Energieerzeugung,
handfeste Dinge eben.
Fiktionale Staatspapiere und bedrucktes Papier werden in der inflationären Phase - sie löst den Deflationsschock, sie Verschuldung U.S.Haushalt ab-
massiv an Wert verlieren.
Deshalb kaufen auch bei uns die Banken Aktien: indem sie diese stützen, ziehen sie sich wie einst Münschhausen, aus dem Dreck.
Als einziger konsequent begriffen hat das Ackermann.
Aber als Bänker ist er halt betriebsblind: er sieht bloß die Zahlen, den relativen Wertverlust des Geldes erfährt er als Bilanzgewinn...


Kommentar-Feld ein/ausblendenArtikel kommentieren

AkoComment © Copyright 2004 by Arthur Konze

 
< zurück   weiter >

Blog-Verzeichnisse

Schweizer Blog Verzeichnis TopBlogs.de slug.ch Blogs, die hierher linken list.blogug.ch bloggerei.de - deutsches Blogverzeichnis Blogverzeichnis Bloggeramt.de investinformer.de - TOP100 Investment Sites Blogparade