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Neue Töne von der UBS PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 2. Oktober 2008
Der Chefdirigent der UBS - Peter Kurer - tönt wieder hoffnungsvoll. Die Bilanz wurde verkürzt, Kapital aufgestockt, die Risiken neu beurteilt und als Sahnehäubchen oben drauf auch noch ein positives 2009 versprochen. Trotz dieser schönen Melodie sollte nicht vergessen werden, dass die Kapitalaufstockung in etwa den Abschreibungen entspricht, ergo - die Bank nicht viel besser kapitalisiert ist wie vor einem Jahr, als die Immobilienmärkte erstmals dissonante Töne von sich gaben.

Die Immobilienkrise made in USA ist inzwischen längst über den Atlantik geschwappt und droht nun auch hier die Realwirtschaft mit sich zu ziehen. Inwiefern und wo die UBS welchen Risiken in Europa ausgesetzt ist, dass wissen die Götter. Das gleiche gilt natürlich auch für alle anderen Banken, lässt sich aber deswegen definitiv nicht vom Tisch wischen.

Vorteilhaft wirkt sich hingegen für die UBS aus, dass sie dank den Kundengeldern viel liquider ist als manche Konkurrenten und die immer stärker werdende Trockenheit am Kapitalmarkt zuerst ihre Konkurrenten trifft. Weiter förderlich für die unmittelbare Zukunft ist auch der Entscheid der amerikanischen Börsenaufsicht SEC, den Banken weiteren Spielraum bei der Bewertung ihrer Vermögenswerte einzuräumen.

Die Frankfurter Allgemeine schreibt im Artikel "Bankenbilanzen - Suspendierung der Wirklichkeit": Nach dem Willen der SEC sollen die Banken jetzt ihre wertlosen Blätter nicht mehr mit dem Marktwert verbuchen, sondern sollen eine „begründete Beurteilung“ der künftigen Entwicklung des Marktwertes abgeben und die Verluste danach klassifizieren, ob sie nur vorübergehend oder dauerhaft sind.

Statt Transparenz werden bereits wieder Nebelkerzen gezündet. Banken bleiben somit "Black Boxes" und was nach draussen dringt, hängt von den Bankern selbst ab. Schöne Aussichten...

Ob sich die Europäer auch den Regeln der SEC anpassen, ist noch unklar, es wäre aber auf jeden Fall ein weiterer Schritt in die falsche Richtung. Der UBS wird es aber helfen und Zeit verschaffen um die Bilanz weiter zu bereinigen. Es ist zu hoffen, dass sie mit diesem Prozess schneller vorankommt als sich die Konjunktur abkühlt. Mehr überzeugt, dass sie den Ernst der Lage erkannt haben und bereit sind zugunsten der Sicherheit auf etwas Eigenkapitalrendite zu verzichten, hätte mich eine weitere Kapitalerhöhung - am besten finanziert von Schweizer Pensionskassen .

 

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Erhalten von: hanzelhoff.com » Blog Archive » Die UBS im Tal der Tränen pingback-website, am 17-10-2008 14:40 (PB)
[...] können, der sich die kleine Mühe gemacht hätte in die Bilanz der UBS einen Blick zu werfen. Bereits am 1. Oktober schrieb ich [...]

 
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