Schau mal einer an, die ARD hat recherchiert und kommt zum
Ergebnis: Die Fed ist ebensowenig staatlich wie der Logistikkonzern
Fedex,
sondern vielmehr eine privatwirtschaftlich basierte Institution.
Und wo hat sich die ARD informiert?
Im Internet kursiert eine Liste der wichtigsten Eigentümer, darunter
Bankiersfamilien wie Rothschild, Lazard Frères, Kuhn Loeb, Warburg,
Lehman Brothers, Goldman Sachs, Rockefellers Chase Manhattan, JP
Morgan.
Wow!
Das nenn ich mal qualitativen Recherchen-Journalismus. Was im Internet
steht, das wissen wir doch alle. Hat die ARD nicht mehr zu bieten?
Die Fed selbst sieht sich ganz anders. Auf ihrer Webseite bemüht sie
sich um den öffentlichen Anstrich: "Das Federal Reserve System 'gehört'
niemandem und es ist keine private, gewinnbringende Institution.
Vielmehr ist es eine unabhängige Einheit innerhalb der Regierung, die
sowohl einen öffentlichen Zweck als auch private Aspekte hat."
Schön und was stimmt denn jetzt?
Das Federal Reserve System besteht zum einen aus dem siebenköpfigen Board of
Governors, was mit Bundesbankrat oder Fed-Vorstand übersetzt werden
kann. Zum anderen aus den zwölf regionalen Federal Reserve Banks. Und
diese regionalen Fed-Banken gehören einer Vielzahl von Mitgliedsbanken.
Rund 2.900 Banken, wie die Fed selbst verrät (Stand März 2004).
Und damit ist...
...die Fed keineswegs eine Behörde, sondern eine Privatveranstaltung.
100 Prozent der Fed-Anteile liegen in den Händen privater Banken. Kein
einziger Anteil wird von der Regierung gehalten.
aber...
...das Direktorium wird vom
Präsidenten der Vereinigten Staaten ernannt, daher ist das Federal
Reserve System eben staatlich strukturiert.
Genau! Und mit diesem Kuddelmuddel gibt es einige Probleme, die
die Wall Street für sich zu nutzen weiss. Dazu gehört unter anderem,
dass die Fed partout nicht sagen will, an wen sie all die Billionen
verschoben hat. Bloomberg klagt sogar auf Herausgabe der
Informationen.
Doch so einfach ist das nicht, denn...
...dadurch würden
Geschäftsgeheimnisse betroffen, eine Veröffentlichungspflicht sei daher
ausgeschlossen. Abgesehen davon würden die angefragten Informationen
nur bei der New Yorker Fed vorliegen. Und die sei als regionale
Reservebank als Privatunternehmen zu betrachten und unterliege daher
nicht dem FOIA.
Damit sind die wichtigsten Fragen von der Fed selbst beantwortet worden. Besten Dank dafür!
Quelle: Die Hüter des Dollar
Mehr zum Thema: Die Fed visualisiert
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Geschrieben von: egghat , am 30-09-2009 10:42 Ron Paul las US-Präsident wäre ne Nummer gewesen. Der hat immerhin verstanden, dass die Fed ein äusserst seltsames Konstrukt ist. Und dass die Transparenz hasst wie nichts sonst. Das ist im Moment gerade wieder schön zu beobachten. Die Argumentation der Fed ist da echt lustig: Einmal ist man privat und es gibt Geheimnisse. Einmal ist man staatlich und wird schon kontrolliert. Und ein anderes Mal wird einfach behauptet, es gäbe nichts zu sehen ... Geschrieben von: Bernd Gremse, am 03-10-2009 10:37 javascript:ac_smilie(' ') unglaublich!!!!!! BG Geschrieben von: kosh, am 06-10-2009 16:18 Sali @HRR Sieht aus als lockt man damit keinen Hamster mehr aus seinem Rad. Grüsse kosh PS: Wird mit 98%-iger Wahrscheinlichkeit auch Dich bald am Ärmel streifen -> http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,653408,00.html Geschrieben von: HRR, am 06-10-2009 16:45 @kosh Die Lust am Bloggen hat bei mir sowieso abgenommen, unabhängig von der Gesetzeslage. Das wäre ergo kein Beinbruch. Aufschlussreich fand ich dennoch, wie man aufgrund eines einzigen genannten Beispiels einen solchen Artikel schreiben kann, obwohl das Beispiel auch noch ausgesprochen schlecht ist. In den USA sammelte die Verbraucherschutzorganisation Consumers Union über Jahre Fälle von Verfehlungen und machte sie öffentlich, bis ihr das Geld dafür ausging: In den Archiven finden sich Fälle wie der vom einflussreichen Musikblog, zu dessen Geschäftsmodell es gehörte, von jedem Musiker 20 Dollar zu kassieren, der eine CD einschicken wollte, um sie besprechen zu lassen. Eine völlig verständliche und sicher nicht finanziell lukrative Massnahme. Ich weiss wovon ich spreche. Mir wurden auch immer wieder Artikel oder auch Bücher vorgelegt, die ich renzensieren, publizieren und auch noch lobpreisen sollte. Kostenlos, versteht sich. 20 Dollar als Eintrittsbarriere scheint mir da für einen erfolgreichen USA-Blog nur sinnvoll. Aber vielleicht arbeiten Spiegel-Journalisten ja günstiger  Geschrieben von: kosh, am 06-10-2009 17:34 Bevor Missverständnisse das Zepter übernehmen :-) Mich erstaunt nicht, dass die ARD sich an vorderster Front mit noch bis vor Kurzem als kompletter VT-Quatsch abgekanzelten Infos aufplustert. Nein es erstaunt mich nicht, dass sie dies ungestraft tun kann, wenn nicht gar soll, weil ich davon ausgehe, dass die Gelatinierung der Öffentlichkeit, wie es Claudio Magris im TAM höflich formulierte, bereits so weit fortgeschritten ist, dass auch im sonntags(un)redlichen Sinn kein Hamster mehr aus seinem Rad sich bewegt, freiwillig jedenfalls nicht, oder ohne Extraeinladung durch die Spindoktoren. Die Testphase läuft und läuft und läuft, wie weit kann PRopaganda gehen, wieviel Manipulation darf dem zahlenden Publikum zugemutet werden, wieviel Actio ohne Reactio ist möglich? Klar dass ein paar Unkaputtbare sich weiterhin bemühen werden, die Gelatine aus ihren Gehirnen fern zu halten, aber der grosse Rest geht in der Dekadenzphase der Zeitenwende auf wie Hefeteig - und ist glücklich und zufrieden dabei, oder auch nicht, aber lässt sich achsenwillig so ziemlich alles gefallen. Der Link anbei war nur Schmückwerk in einer steifer werdenden Bise der transparenten Demokraturisierung. 20 $ hin oder her, hat alles seine Vor- und Nachteile, ich mische mich da nicht ein, weil ich beide Seiten nachvollziehen kann. Ohne Moos nix los, würde mich jedenfalls köstlich amüsieren, müsste die Pariser Litfasssäule mit Preisschild auf den Laufsteg der Paparazzi. Der Fanatasie sind keine Grenzen gesetzt. Grüsse kosh Artikel kommentieren
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