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Marc Fabers Kurzfristprognosen |
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Donnerstag, 2. Oktober 2008 |
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Wer Marc Fabers Prognosen und Kommentare kennt, wird wohl kaum vor Schreck vom Stuhl fallen, wenn er hört, dass er den US-Bailout-Plan für kompletten Mist hält. Und seine Empfehlung, dass Gold die beste aller Anlageformen in Zeiten wie heute ist, überrascht auch nicht wirklich, schon eher überraschend sind seine aufkeimenden Gefühle für den amerikanischen Aktienmarkt. Aber lesen Sie selbst: Das Argument für das Rettungspaket, dass die Hilfe für Wall Street nötig sei, um die gesamte Wirtschaft von einer schweren Rezession zu retten, kann der ehrenwerte Dr. Doom wenig abgewinnen. Damit werde verhindert, das kritische Problem des exzessiven Gebrauchs
Wer Marc Fabers Prognosen und Kommentare kennt, wird wohl kaum vor
Schreck vom Stuhl fallen, wenn er hört, dass er den US-Bailout-Plan für
kompletten Mist hält. Und seine Empfehlung, dass Gold die beste aller
Anlageformen in Zeiten wie heute ist, überrascht auch nicht wirklich,
schon eher überraschend sind seine aufkeimenden Gefühle für den
amerikanischen Aktienmarkt. Aber lesen Sie selbst:
Das Argument für das Rettungspaket, dass die Hilfe für Wall Street
nötig sei, um die gesamte Wirtschaft von einer schweren Rezession zu
retten, kann der ehrenwerte Dr. Doom wenig abgewinnen. Damit werde
verhindert, das kritische Problem des exzessiven Gebrauchs von
Fremdkapital (leverage) zu addressieren. Tatsächlich hätte man die
Gesundung überschuldeter Finanzinstitute billiger haben können.
Statt
den Banken den Ramsch abzukaufen, hätte er es vorgezogen, mit
öffentlichen Geldern Vorzugsaktien zu kaufen (Warren Buffett hatte es
bei Genelec und Goldman bereits vorgemacht). Für die Experten, hier die
Details
Indeed, the plan also does not address the need to
recapitalise those financial institutions that are badly
undercapitalised: this could have been achieved by using some of the
$700bn to inject public funds in ways other than a purchase of toxic
assets: via public injections of preferred shares into these firms; via
required matching injections of Tier 1 capital by current shareholders
to ensure that such shareholders take first tier loss in the presence
of public recapitalisation; via suspension of dividends payments; and
via a conversion of some of the unsecured debt into equity (a debt for
equity swap). Diese Massnahmen, so Faber, wären für den
Steuerzahler viel billiger gewesen und hätten die Aktionäre und
Gläubiger gezwungen, bei der Rekapitalisierung ihren Teil dazu
beizutragen.
Ob das wirklich Hank Paulsons Ziel war...?
Völlig
vernachlässigt wird beim US-Plan, wie man den Leverage im System
reduzieren könnte. Verglichen zum Kreditmarkt von 51000 Milliarden $,
einem Credit Default Swap Markt über 62000 Milliarden $ und einem
Derivate Markt mit einer Nominalsumme (notional) von 1'400'000
Milliarden $ ist ein Bailout von nur 700 Milliarden $ nur ein kleiner
Furz und deshalb wenig wahrscheinlich, dass man damit die Trockenheit
am Geld- und Interbankenmarkt etwas lindern könne.
Der Credit
Default Swaps Markt hingegen, ist bei weitem die gefährlichere Bombe
als der Subprime-Hypothekenmarkt und dürfte an einem gewissen Punkt
explodieren (das sei der Grund, weshalb AIG gerettet werden musste.).
Doch wichtiger sei jetzt, so Faber, sich auf die Auswirkungen des Rettungsplan zu konzentrieren, egal wie schwach er auch sei.
Er
glaubt an einen sich erstarkenden US$ gegenüber dem Euro. Einer der
Gründe sei, dass obwohl die Nachrichten aus den USA schlecht seien,
Europa vermutlich noch schlechter da stehe. Die aktuellen Schieflagen
zeigen eindrücklich, wie schnell Banken scheitern können, deren
Leverage-Ratio das Bruttosozialprodukt ihrer Heimatländer massiv
übersteige. Zusätzlich warnt er auch von den Emerging Markets, wo
speziell in Asien das Wachstum sich bis auf 2 Prozent in 2009
reduzieren könnte.
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