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Liquidität aus der Wüste? |
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Donnerstag, 20. November 2008 |
Die US-Regierung habe einem kuwaitischen Zeitungsbericht zufolge
mehrere Golfstaaten um finanzielle Hilfe in Höhe von 290 Mrd Dollar
gebeten, schreibt das Handelsblatt unter Berufung auf informierte
Personen auf höchster Ebene. Demnach habe Washington Saudi-Arabien um
120 Mrd Dollar, die Vereinigten Arabischen Emirate um 70 Mrd Dollar,
Katar um 60 Mrd Dollar und Kuwait um 40 Mrd Dollar gebeten.
Bei solchen Meldungen weiss man leider nie so genau, was man davon
halten soll, aber ich gebe dieser Nachricht durchaus Kredit, denn...
...wie
wollen die Golfstaaten ihr Geschäftsmodell weiter ziehen, wenn die USA
mangels Liquidität zu einer wirtschaftlichen Wüste werden? Die
Oelstaaten brauchen die Konsumstaaten, um Oel exportieren zu können.
Der Tod der Shoppingmanie im Westen ist auch der Tod des Baubooms im
Wüstensand.
Nachdem China und Japan jahrelang mit dem Aufkauf
von US-Staatsanleihen die amerikanische Konjunktur gestützt haben, um
ihren Export zu stimulieren, könnten jetzt also die Saudis & Co. an
ihre Stelle treten. Vorderhand sind das alles natürlich nur
Spekulationen, sollten sie sich aber als real herausstellen, dann
bekommen die Aktienmärkte wieder etwas Boden unter die Füsse. Für viel
mehr wird es zwar nicht reichen, dafür ist die Situation viel zu sehr
verkachelt, aber eine dankbare Unterbrechung des freien Falls der
Finanzmärkte wäre immerhin etwas Balsam für die
geschundenen Investorenseelen.
USA bitten Golfstaaten um finanzielle Hilfe Dubai-Märchen vor dem Ende?
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