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Krisen im historischen Vergleich PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 17. Juni 2009
Alles im Griff auf dem sinkenden Schiff, sang einst Udo Jürgens. In etwa so könnte man auch die öffentliche Meinung zur aktuellen Krise zusammen fassen. Es sieht böse aus, aber alles wird gut. Nicht ganz so optimistisch ist Barry Eichengreen von der University of California. Er sieht mehr Parallelen als Widersprüche zur grossen Depression und um seinen Standpunkt zu verdeutlichen, fährt er eine ganze Reihe von Charts auf.

Die Industrieproduktion verläuft parallel zum Verfall der 30er Jahre ohne jedes Zeichen von Aufschwung, schreibt Eichengreen. Hier ein kleiner Ausschnitt aus seiner Chartsammlung. Bei Eichengreen gibt es noch mehr.



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RSS Kommentare Kommentare (5)

Geschrieben von: Steinmayer website, am 17-06-2009 16:54
Guter Hinweis diese Charts ! Eigentlich ist es viel einfacher, die Verschuldungsgrenze ist fast erreicht. Die vorletzte Möglichkeit waren die "zerhackten Wertpapapiere" die - mit höheren Zinsen ausgestattet - den europäischen Banken Gewinne vesprachen und damit die Ersparnisse Europas - die ja bei den Banken veranlagt waren nach USA zu transportieren. Den letzten Schritt erleben wir derzeit, die Übernahme von Privatschulden durch die Staaten. Die müssen das Geld aber auch leihen. Banken die dies bisher erledigten haben kein Geld, damit bleibt nur mehr die Zentral- bzw. Nationalbanken - Folge Inflation !

Geschrieben von: Bernhard (aus Frankfurt) website, am 17-06-2009 17:41
Hallo Hansruedi,

hast Du evtl. noch Vergleichswerte für die Deflationsepoche zw. 1873 und 1896 (deutsches Reich)?

Gruß
Bernhard

Geschrieben von: physiker, am 17-06-2009 19:13
Inflation, Deflation, Spannung Spannung Spannung. Rohöl seit Jahresbeginn im Aufwärtsgang, ist das einfach der "dead cat jump" oder war der Einbruch zuvor eine Bärenfalle. Mit Erzeugerpreisen hat es jedenfalls ja nichts zu tun. Eigentlich schon unverschämt bei Milch müssen die Erzeuger im Gegensatz draufzahlen.
Aber jetzt nochmal zurück zu Deflation - Inflation. Bonds, Rohöl, Gold stehen charttechnisch an Scheidepunkten. Eigentlich müsste nachdem jetzt einige Monate das Inflationsschwein durch das Dorf getrieben wurde die Stimmung wieder kippen. Also die Bonds steigen Rohöl fällt. Wäre aber schon das vierte mal hintereinander, dass die Zinsen im Juni ihr Maximum finden.
Vielleicht stagnieren zur Überraschung sowohl die Zinsen als auch der Rohölpreis auf dem erreichten Niveau, bei soviel Spannung und erwartetem Entscheidungsdruck für die beiden armen Kurse (Bullen und Bären prügeln sich eben tot).
Dann sieht es wahrlich schlecht aus für Aktien. Gold würde eher profitieren, gerade weil es charttechnisch so böse aussieht Doppelkopf, SKS und weis de Geier was noch alles.

Geschrieben von: HRR, am 17-06-2009 19:22
@Bernhard

Mehr als die Finanzgeschichte habe ich nicht zu bieten.

Geschrieben von: physiker, am 18-06-2009 14:43
Nochmal zum Thema Inflation - Deflation. Diesem Artikel kann ich mich ganz anschließen:
http://www.capital.de/finanzen/100021906.html?p=1
Jeder hat dabei die Freiheit selbst zu entscheiden wie wahrscheinlich jedes der vier Szenarien ist.


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