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KMUs auf der Verliererseite |
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Donnerstag, 8. Januar 2009 |
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Seite 1 von 2 Wenn ein Grossunternehmen 10'000 Mitarbeiter entlässt, dann sind
ihm Schlagzeilen sicher. Wenn 10'000 KMUs je einen Mitarbeiter
entlassen, dann vollzieht sich diese Massnahme ausserhalb des Radars
der Oeffentlichkeit. Deshalb kann es nicht verwundern, dass die Politik
fast alles tut, was Grosskonzerne wünschen - ein Wettbewerbsnachteil für KMUs.
Die Stimmung ist mies, die Daten schlecht und der Ruf nach Staatshilfe
gross. Da lassen sich die Politiker gerne bitten und umschwärmen,
damit sie das Geld anderer verteilen. Und sie tun es reichlich.
Garantien, Subventionen oder Konjunkturhilfen - die Steuergelder
fliessen. Doch wo sie ankommen, hängt in erster Linie vom
öffentlichen Applaus ab, denn Politiker wollen wieder gewählt
werden.
Logisch also, dass Deutschland bereits über einen Rettungsschirm
für Konzerne nachdenkt. Hintergrund sei die Sorge der Regierung,
dass große Konzerne im Laufe des Jahres Liquiditätsprobleme
bekommen könnten, weil sie keine neuen Kredite bekommen oder keine
Anleihen zu vertretbaren Konditionen erhalten, schreibt Spiegel Online.
Und weiter... "Wir können nicht wegen momentaner Schwierigkeiten
Unternehmen in Konkurs gehen lassen", zitiert die "FTD" ein
Unionsmitglied.
Und was ist mit den lieben KMUs, die in Sonntagsreden gerne das
Rückgrat der Wirtschaft genannt werden? Nach Erkenntnissen des
Finanzministeriums hätten kleinere Betriebe wie etwa Handwerker
derzeit keine Probleme, an Kredite zu kommen.
Na dann ist ja alles
gut...
In der Zwischenzeit wurde die erste Anleihe einer deutschen Bank mit
Staatsgarantie aufgelegt. Im Rahmen der gestarteten Vorvermarktung sei
die Nachfrage nach dem von der Commerzbank verkauften Bond gut gewesen,
hieß es aus Kreisen der insgesamt neun Konsortialführer.
Doch damit nicht genug. Die deutschen Banken wollen nicht nur billig
mit Staatshilfe an Geld kommen, sie möchten auch noch ihre Leichen
in der Bilanz entsorgen.
Politik und Wirtschaft sollen eine sogenannte Bad Bank gründen,
die faule Wertpapiere der Geldhäuser übernimmt - sonst
dürfte sich Deutschlands Finanzindustrie kaum erholen. (...) Es
wird befürchtet, dass viele Banken noch "Giftpapiere" in ihren
Bilanzen verstecken und längst nicht alle Risiken offengelegt
haben.
Und wenn von Politik gesprochen wird, ist jeweils der Steuerzahler
gemeint. Damit dieser nicht aufmuckt, wurde schon mal folgender Satz
eingebaut...
Bei einer Erholung der Kurse bis zur Fälligkeit könne am Ende
für den Steuerzahler sogar ein Gewinn übrigbleiben.
Das man sowas heute überhaupt noch schreiben darf...!
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