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Freitag, 17. April 2009 |
Edward M. Liddy ist seit vergangenen September Chef des
steuermilliarden fressenden Monsters AIG. Für diese nicht gerade
ruhmreiche Tätgkeit kassiert er 1 US Dollar. Toll, könnte man denken, a
bisserl Bescheidenheit in solch struben Zeiten macht Hoffnung. Tja,
falsch gedacht. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt, wohin der Hase
tatsächlich läuft.
Bevor Edward Liddy seine Tätigkeit vergangenen Herbst bei AIG begann,
arbeitete er im Aufsichtsrat bei - einmal dürfen Sie raten - Goldman
Sachs. Seine Tätigkeit bei GS begann im Jahre 2003. Eingestellt wurde
er von Hank Paulson, der ihn auch in seiner neuen Funktion als
Finanzminister an die Spitze von AIG berufen hat.
Als
ehemaliger Aufsichtsrat ist er auch Aktionär von Goldman Sachs im
Gegenwert von über 3 Millionen US$. Da Goldman Sachs nun am meisten von
AIG-Zahlungen profitiert hat, könnte man meinen, dass .... genau ....
dass er völlig selbstlos im Interesse des amerikanischen Steuerzahler
arbeitet.
Eine etwas andere Sicht über Edward Liddy hat Simon Johnson, den Sie bereits hier kennen gelernt haben:
Have
we completely lost of sense of what is and is not a conflict of
interest? Have we really built a system in which greed fully
overshadows responsibility? Is it not time for a complete rethink of
what constitutes acceptable executive behavior?
Der Mann stellt Fragen ... tststs
A.I.G. Chief Owns Significant Stake in Goldman
P.S. Kuchtester hat Simon Johnsons The Quiet Group übersetzt: Der leise Staatsstreich
Gar nicht erfreut über Goldman Sachs ist auch Prof. Stiglitz, einer der wenigen Oekonomen, dessen Reputation in den letzten Jahren gestiegen ist. Auf die Ankündigung von GS, dass sie sich von der Staatshilfe und seinen Fesseln befreien möchte, meinte Stiglitz: GS profitiert nachwievor von versteckten Steuermilliarden.
Einen noch ausführlicheren Bericht von Stiglitz über die Rettungsmassnahmen der Finanzindustrie gibt es bei Bloomberg: Stiglitz Says White House Ties to Wall Street Doom Bank Rescue (Trackback)
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