Zeitenwende.ch        WIRTSCHAFT - geschüttelt statt gerührt
Keine Ahnung aber davon viel PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 13. September 2011
"IWF bald Pleite?, Der perfekte Sturm!, Das endet mit dem grossen Knall!" Drei Ueberschriften für ein Halleluja.

Wer heute das erste Mal Zeitung liest, hat keinen Zweifel, der Zusammenbruch steht vor der Tür. Wer jeden Tag Zeitung liest, der weiss, solche Schlagzeilen hatten wir auch gestern schon.

Noch vor ein paar Jahren war es ein Privileg obskurer Sekten, den Weltuntergang zu prophezeien, heute machen im Wettbewerb um Aufmerksamkeit fast alle mit. Nur wovor wollen sie uns eigentlich retten, die Experten, Kolumnisten und Meinungsmacher? Egal, bei mir will sich der Panikmodus einfach nicht einstellen. Dabei nehme ich keine Drogen. Fragen Sie meinen Arzt oder Apotheker.

Schon als die Schweinegrippe die Schlagzeilen beherrschte, blieb ich gelassen, denn die Probleme sind nie dort, wo wir sie vermuten. Fukushima passierte, weil in Japan die Gefahr unterschätzt wurde, das Attentat von Oslo erreignete sich, weil man Terroristen nicht bei den christlichen Fundis suchte und 9/11 war so traumatisch, weil die USA als unangreifbar galten.

Die Gefahr ist nie dort, wo unsere Aufmerksamkeit ist, Börsianer sollten das eigentlich wissen. Schliesslich handeln sie Erwartungen. Dass manche Politiker Griechenland in den Bankrott schicken wollen, ist ihren Wählern geschuldet. Ich wette keinen Pfifferling auf dieses Szenario, denn nach der Lehman-Pleite ist die Gefahr bekannt, dass Dominoeffekte eine zerstörerische Kraft annehmen können. Ein solches Wagnis wird niemand eingehen wollen, der die Mechanismen der Schuldenpyramide begriffen hat und das sind inzwischen weit mehr als dies noch 2008 der Fall war.

Und gerade weil das so ist, stellt sich mir die immer gleiche Frage, welche Gefahr wird unterschätzt?

Der Zusammenbruch des Euro? - nicht die Bohne.
Der Bankrott Griechenlands? - Denkste!
Ein Aktiencrash? - wohl kaum.

.... aber kennen Sie jemanden der glaubt, der Goldpreis könnte sinken? Nein? Genau das macht mir Sorgen. Als ich 2002 Gold gekauft habe, wurde ich belächelt, als ich von einer Zeitenwende an den Finanzmärkten sprach, nahm es kaum einer Ernst und wenn ich heute sage, der Goldpreis .... nein ich sags nicht, niemand ist so dumm, seine eigenen Leser zu vergraulen. Deshalb nur ein kleiner Hinweis: Wundert es Sie nicht, dass die grössten Finanzinstitute einen höheren Goldpreis erwarten? Sie wissen schon, diese dummen Banker und Analysten, die von nix eine Ahnung haben (während langer Zeit der Originalton in manchen Goldforen)? Mich stimmt das nachdenklich. Mehr nicht - noch nicht.

Keine Ahnung, aber davon viel: Die peinlichsten Prognosen der Welt

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RSS Kommentare Kommentare (1)

Geschrieben von: kosh, am 16-09-2011 15:28
Unterschätzt wird der Einfluss asiatischer PRopaganda auf Asiaten. Und somit auch der Einfluss der Asiaten selbst.

Überschätzt wird dagegen der Einfluss EUSraElitischer PRopaganda auf Asiaten. Und somit auch der Einfluss der EUSraEliten selbst, insbesondere auf Asiaten.

Aus besagter Diskrepanz von Zielrichtung und Wahrnehmung PRofessioneller PRopaganda kann Gold noch eine Weile gegen die EUSraEliten laufen. Man kann natürlich auch weiterhin daran glauben, trotz steigender Kaufkraft Asiens von Washington oder London aus den Goldpreis manipulieren zu können.

Denn hier im EUSraEliten-La-La-Land herrscht noch immer der Eindruck vor, allein durch die Beherrschung der PRopaganda auf eigenem Boden die NWO global lenken zu können. Jedoch, besagte NWO dürfte sich als Sprechblase EUSraElitistans zugunsten Pekings herausstellen und somit als die Mutter aller hiesigen Unterschätzungen, resp. kolportierter Fehleinschätzungen. Solange also die Masse der EUSraEliten deren PRopaganda erliegt und keine Änderung in der gewohnt post-neo-kolonialen Selbstüberschätzung eintritt, sehe ich keine Gefahr einer Fehl-Unterschätzung der asiatischen Golddynamik.

Die Amis auf Kurs
Grüsse
kosh


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