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Kassandras sollen schweigen PDF Drucken E-Mail
Freitag, 19. Dezember 2008
Analysten stehen seit jeher im Verdacht notorisch die Chancen gegenüber den Risiken überzubewerten, um das gut geölte Kommissionskarussell ihrer Arbeitgeber in Schwung zu halten. Beweise dazu gibt es in Hülle und Fülle. Nichtsdestotrotz macht die südkoreanische Börsenpolizei jetzt Jagd gegen zuviele Verkaufsempfehlungen.

Laut der öffentlichen Meinung haben Analysen von Finanzinstituten einen negativen Einfluss auf die Aktienkurse, sagte ein Sprecher der Korean Securities Dealers Association und strengt nun eine Untersuchung an. Betroffen davon sind nur ausländische Broker - inländische Analysten hätten nur sehr selten Verkaufsempfehlungen abgegeben.

Wenn ich solche Meldungen lese, frage ich mich immer wieder, wozu braucht die Welt noch Satiresendungen...?

Ein Blick auf die südkoreanischen Aktienkurse...

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Banana Republik Watch "Korea Edition"

Unfreiwillige Satire made in Germany:  Beim Barte des Propheten

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RSS Kommentare Kommentare (1)

Geschrieben von: kosh, am 19-12-2008 13:00
Hallo HRR

- Wenn ich solche Meldungen lese, frage ich mich immer wieder, wozu braucht die Welt noch Satiresendungen ...

... solange uns Realsatire bestens unterhält. Den Sapiens in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf. Im Gegenteil, das nette südkoreanische Bsp. steht im Gegensatz zu seinen weitaus gewaltigeren Pendants rund um dem Globus lediglich um einiges transparenter und nachvollziehbarer für eine Realität, in der Ochsen und Esel unter Naturschutz gestellt werden und jeder, der es wagt, einen davon zu schlachten sich des Hochverrats schuldig macht:

aus http://www.sueddeutsche.de/politik/989/451700/text/
- Soeben hat die Regierung eine Erweiterung des "Spionage-Paragraphen" ins Parlament eingebracht, der bereits den Kontakt zu ausländischen Organisationen in die Nähe des Hochverrats rückt. Bislang galt als Spion, wer ausländischen Staaten oder Organisationen bei der Schädigung der "äußeren Sicherheit" Russlands half.

Man hat sich in unseren Breitengraden in der üblichen West-Propagandamanier lustig gemacht über die russische Variante, um von unseren eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken:

Ihr Kinderlein kommet, o kommet doch all,
Zum Bailout her kommet in Stupid Whites Stall,
und seht, was in dieser hochheiligen Zeit
der Putin im Osten zur Freude vergeigt.

M.a.W., seht her und seid froh, in Russland ist alles noch viel viel schlimmer. Und in China auch, wie wir seit Jahr und Tag prophezeien:

aus http://www.ftd.de/politik/international/:Konjunktureinbruch- in-Fernost-Chinas-Wirtschaft-vor-dem-Kollaps/451974.html
- Chinas Wirtschaft vor dem Kollaps

Nicht nur, dass die Finanzbanausen weiterhin banausenmässig ihre Fürze abzapfen und prominent als Analysen verkaufen dürfen, man ist trotz wirtschaftspolitischem Totalversagem bei uns noch immer nicht um ungefragten Rat aus der Wundertüte verlegen:

- Die Krise gefährdet die Legitimation der chinesischen Führung.

Den Sapiens in seinem Lauf, hält weder Ochs noch Esel auf.

Die Amis auf Kurs

Grüsse
kosh


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