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Bei den Schweizer Pensionskassen liegen
schätzungsweise 600 Milliarden CHF. Das pro Kopf angesparte und an den
Finanzmärkten investierte Kapital ist weltweit Rekord. Die Finanzkrise
hätte die jahrzehntelangen Rückstellungen von Herr und Frau Schweizer
über Nacht zunichte machen können. Doch dank den weltweiten
Staatsinterventionen zugunsten überschuldeter Finanzinstitute ist
dieses Kapital - trotz noch unbekannten Verlusten - verhältnismässig
stabil geblieben.
Ein Grossteil dieses Kapitals floss bislang in
den Anleihenmarkt und dort in Finanzinstitute, welche den Markt schon
lange dominieren. Doch das ist inzwischen Geschichte. Die Investoren
genau so wie die Pensionskassen möchten diese Anleihen nicht mehr in
ihr Körbchen legen, zu gross ist die Verunsicherung. Dieses
Investorenverhalten trocknet die Liquidität immer weiter aus und es ist
nur eine Frage der Zeit, bis weitere Unternehmen, welche sich über den
Kapitalmarkt kurzfristig finanziert haben, in bedrohliche Engpässe
kommen.
Nun zu meiner Lösung
Die UBS und die CS sind für
die Schweiz einerseits zu gross um zu scheitern, die Schweiz ist aber
auch zu klein, um die Grossbanken zu retten. Da die Eidgenossen nicht
auf Sparringspartner in der EU zurückgreifen können, braucht es eine
andere Lösung und meine Lösung heisst: Pensionskassen!
Die
Pensionskassen können die Schweizer Grossbanken neu kapitalisieren. Die
Rendite im volkswirtschaftlichen Sinne wird verglichen zu den aktuellen
Investitionen um ein Vielfaches grösser sein, wenn dadurch die
Grossbanken langfristig gesichert werden können und keine Steuermittel
notwendig werden und was auch nicht ganz unwichtig ist: die lähmende
Angst aller Schweizer um ihr Erspartes wird mit einem Schlag aufgehoben.
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Geschrieben von: martin r, am 01-10-2008 13:58 Der Vorschlag ist nur dann gut, wenn gleichzeitig die Todesstrafe für Banker eingeführt wird, die Geld vernichten. Wie wäre es umgekehrt: die Reste von UBS und CS werden im Falle eines Zusammenbruchs an die Pensionskassen übergeben. Der neue Name dieser Großbank: Pensionsbank. Geschrieben von: HRR, am 01-10-2008 14:52 Auf einen Rückschritt ins alte Testament kann ich verzichten und an Zusammenbruch mag ich erst denken, wenn es soweit kommen sollte, jetzt aber sind Handlungen gefragt, solange es eine Handlungsfreiheit gibt. Geschrieben von: Zykliker, am 02-10-2008 11:08 ich habe lange überlegt, ob ich als Nicht-Schweizer hier meinen Senf dazugeben soll, tue das jetzt doch, aber nur aus der Sicht eines, der sich Sorgen um die Spargroschen jetziger und künftiger Rentner-Generationen macht. Die Idee klingt auf den ersten Blick bestechend, trotzdem rate ich ab; folgende Gründe: Das in Aktien der Finanzkonzerne zu investierende Kapital ist jetzt anderweitig gebunden, kann es dort ohne Verwerfungen/Verluste abgezogen werden? Wieviel unverkäuflicher "Giftmüll" ist da ungewollt dabei? Soll dieser ggf im Austausch gegen "Vorzugsaktien" in die Banken eingbracht werden? Wenn die das akzeptieren würden, müßte ihnen das Wasser schon über dem Scheitel stehen! Sollen die Altersvorsorge-Rücklagen wirklich dem unternehmerischen Risiko im Finanzsektor ausgesetzt werden? Kann der Staat das im schlimmsten Fall ausgleichen? Was passiert, wenn die Banken zwar nicht bankrott gehen, aber 10 Jahre lang keine Dividenden zahlen können? Der Finanzsektor hat in diesem Kondratjeff-Herbst weltweit einen unangemessen hohen Anteil an der "Wertschöpfung" erreicht (Exkurs: welchen Sinn haben angesichts dieses Unfugs herkömmliche BIP-Ermittlungs-Methoden?); die Normalisierung / das Zurückschneiden dieses "Krebsgeschwürs" wird noch sehr schmezhaft werden, das sollte Otto Normal-Rentner nicht mit Rentenkürzungen bezahlen müssen. Gerade die Sonderstellung der Schweizer Banken als Anlaufstelle für Steuerflüchtlinge dürfte im künftigen rauheren Weltwirtschaftsklima weitgehend verloren gehen; der internationale Druck durchlöchert ja jetzt schon das Bankgeheimnis, Ausweichmöglichkeiten über Singapur u.a. werden das nicht kompensieren können. Folge: Wegbrechen eines in der Vergangenheit lukrativen Geschäftsfeldes. Ich würde meine Rücklagen nicht der Hybris dieser Grossbank-Manager aussetzen; wie sich ein kluger und vorsichtiger Banker verhält, kann bei einigen sehr erfolgreichen Schweizer Privatbankiers studiert werden; aber deren Aktien sind halt nicht zu haben Was ist die Alternative für die Pensionskassen? Leider habe ich da nichts anzubieten als Edelmetall und die gute alte Realwirtschaft: Die Inflation wird alles kahlfressen, die Kaufkraft der Nominal-Beträge wird erheblich schwinden, denn nur über Inflation ist eine (Schein-)Lösung dieser Probleme möglich: Schulden, faule Kredite, ungedeckte Hypotheken, alles wird weniger schlimm, wenn alle Preise steigen!! Die Leidtragenden werden die Rentner, die Witwen & Waisen, die Anleihensparer, alle mit fixen, somit sinkenden Realeinkommen sein. Im Gegensatz zu den zum Schrumpfen verurteilten Großbanken können da nur Edelmetalle, Rohstoffe (China/indien) und gut geführte Untenehmen der Realwirtschaft mit guter Marktstellung mithalten. Geschrieben von: HRR, am 02-10-2008 12:37 ich habe lange überlegt, ob ich als Nicht-Schweizer hier meinen Senf dazugeben soll Gerne, die Schweizer sind immer noch im Dornenröschenschlaf, ausser den Bankern hat noch keiner die Verwerfungen zu spüren bekommen. Da sind den Eidgenossen die Ausländer voraus - Inflation, Bankzusammenbrüche, Steuergelder usw. Das in Aktien der Finanzkonzerne zu investierende Kapital ist jetzt anderweitig gebunden, kann es dort ohne Verwerfungen/Verluste abgezogen werden? Es geht nur um Kapital, dass durch das fällig werden von Anleihen frei wird. Es muss nichts verkauft werden. Bei den Pensionskassen herrscht Anlagenotstand. Soll dieser ggf im Austausch gegen "Vorzugsaktien" in die Banken eingbracht werden? Wenn die das akzeptieren würden, müßte ihnen das Wasser schon über dem Scheitel stehen! Bei einem Eigenkapital von 2 % und einer Rezession vor der Haustür steht ihnen das Wasser bis zum Hals. Ob sie es begriffen haben, glaube ich nach den Statements von UBS-Kurer heute nicht. Dass auch GE auf Vorzugsaktien von Buffett zurück greifen muss, sollte Warnzeichen genug sein. Ich würde meine Rücklagen nicht der Hybris dieser Grossbank-Manager aussetzen; wie sich ein kluger und vorsichtiger Banker verhält, kann bei einigen sehr erfolgreichen Schweizer Privatbankiers studiert werden; aber deren Aktien sind halt nicht zu haben Wenn die Pensionskassen im grossen Stil einsteigen, dann wird damit auch die Macht der Manager zurück gestutzt. Oeffentliche Debatten am heimischen TV über die Strategie der Grossbanken könnte die Folge sein. Aktionärsdemokratie auf gut schweizerisch. Ein schöner Gedanke Was ist die Alternative für die Pensionskassen? Leider habe ich da nichts anzubieten als Edelmetall und die gute alte Realwirtschaft Der Edelmetallmarkt ist für die Pensionskassen viel zu klein, die Realwirtschaft ein schlechter Tipp, die kommt jetzt auch ins Rudern und KMUs sind für Pensionskassen auch wieder zu klein - das gehört zum klassischen Bankgeschäft und überfordert die PKs. Ich sehe im Moment zu meinem Vorschlag keine Alternative und wenn Warren Buffet das so macht, kann die Strategie nicht wirklich falsch sein  Artikel kommentieren
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Erhalten von: hanzelhoff.com » Blog Archive » Die UBS im Tal der Tränen , am 17-10-2008 15:40 (PB) [...] Ich hätte es bei weitem vorgezogen, wenn die Schweizer Pensionskassen eingestiegen wären, um die beiden Grossbanken nicht zu sehr in ausländische Hände zu legen. Doch leider verhallte dieser Vorschlag ohne Gehör: Jetzt ist die Schweizer Politik gefordert [...]
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