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Immer wieder Sonntags PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 14. September 2008
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Immer wieder Sonntags
Seite 2
 ...kommt die Erinnerung. Seit die Wochenend-Aktionen von Hank Paulson und Ben Bernanke in Mode gekommen sind, hat sich das Lied von Cindy & Bert fest in meinen Gehörgängen eingenistet. Doch Fröhlichkeit will nicht aufkommen. Nach dem "Conservatorship" für die fetten Schwestern Funny Mae und Fraudy Mac stehen schon die nächsten Kandiaten auf der Matte. Ganz nach dem Motto "darfs ein bisschen mehr sein?".

"Die Räuber suchen den Gartenzaun nach undichten Stellen ab", sagt Vincent Reinhart, ein ehemaliger Direktor der Fed und undichte Stellen gibt es mehr als genug. Das amerikanische Imperium droht an seiner Ausdehnung zu ersticken. Der Unterbau ist morsch geworden und termitengleich stürzen sich die Spekulanten auf das faulige Innenleben. Aktuell auf dem Menuplan ist Lehman Brothers. Die neueste Entwicklung:

Beim Gipfeltreffen praktisch aller Bankenchefs an der Wall Street im Gebäude der New Yorker Zentralbank war bis am späten Sonntagnachmittag New Yorker Zeit noch keine Lösung gefunden worden. Vielmehr brach eine der möglichen Rettungsoptionen weg, weil die britische Barclays Bank ihr Übernahmeangebot zurückzog. (Quelle)


UPDATE:  Zuerst brach die britische Barclays Bank die Verhandlungen über einen Kauf der angeschlagenen US-Investmentbank ab. Wenig später stieg auch die Bank of America aus den Gesprächen aus. Jetzt droht mit der Zerschlagung von Lehman Brothers eine der größten US-Unternehmenspleiten. (Quelle)

UPDATE:  Die schwer angeschlagene Investmentbank Lehman Brothers Holdings steht vor dem Aus. Die US-Bank beantragte am Montagmorgen Insolvenzschutz nach Kapitel 11. Die US-Regierung schloss dabei die zuvor in anderen Fällen geleisteten Staatshilfen bis zuletzt aus. (Quelle)

 
Bislang konnte durch Interventionen der Behörden und mit dem Geld der Steuerzahler der Zusammenbruch vermieden werden. Doch wie lange noch? Die Strippenzieher an den Schalthelbeln der Macht droht die Kontrolle zu entgleiten. Sie werden die Zauberlehrlinge in Form von Hedge Fonds und Privat Equity-Firmen, welche sie einst als willkommenes Mitglied der freien Märkte gelobt haben, nun nicht mehr los.

Besonders brisant dabei ist, dass neben den Pensionskassen die Gruppe der Milliardäre zu den wichtigsten Geldgebern der Hedge Fonds gehören. Solange die Folgen ihres Tuns vom Staat wieder ausgeglichen werden, winken schöne Gewinne. Droht dem Staat selbst aber der Kollaps, dann zieht er auch die Milliardäre mit in den Untergang, denn Reichtum lässt sich ohne Staat nicht definieren.



 
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