Freddie Mac und Fannie Mae seien unter dem Gesichtspunkt "fairer Buchhaltungsregeln" insolvent, sagte der ehemalige Präsident der Federal Reserve von St. Louis, William Poole. Die Ratingagenturen sind aber noch immer der Ansicht, dass die Anleihen ein AAA verdient haben. Die Händler von Credit-Default Swaps hingegen handeln die Kredite der beiden Hypotheken-Giganten auf einem Niveau von A2.
James Lockhart, Direktor des "Office of Federal Housing Enterprise", versicherte kürzlich Fannie Mae und Freddie Mac seien "well capitalized". Die Federal Housing Enterprise ist eine staatliche Behörde, welche die beiden Hypotheken-Firmen beaufsichtigt.
Was früher noch die Investoren zu beruhigen vermochte, tönt inzwischen wie eine Drohung. Auch von Bear Stearns, der UBS, Citigroup, MBIA oder Lehman Brothers hatten wir schon gehört, dass sie gut kapitalisiert seien. Kurze Zeit darauf mussten sie jeweils Kapitalerhöhungen durchführen.
Auch der pensionierte FED-Chef aus Richmond macht sich Sorgen. Alfred Broaddus rechnet damit, dass nur der Steuerzahler Fannie Mae und Freddie Mac retten könne.
Tatsächlich hätte der Bankrott eines dieser beiden Institute eine viel grössere Dimension als der Fall von Bear Stearns. Der Staat wird nicht umhin kommen, diesen beiden Giganten unter die Arme zu greifen.
Zum Originaltext: Fannie Mae, Freddie Losses Make Them `Insolvent,' Poole Says
Amerikas verrückte Schwestern (Trackback)
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Geschrieben von: egghat , am 10-07-2008 10:31 Beide haben weichere Anforderungen für die Kredite auf's Auge gedrückt bekomen. Früher haben beide nur beste Qualität in die Bilanzen genommen. Und die wurde (politisch gewollt) immer schlechter: Die Beleihungsgrenzen gingen rauf, die Dokumentation schlechter. Die Hypothekenbanken konnten so mehr Schrott an beide weiter verkaufen. Aber wie sagt man so schön: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Und über die Schiene kommt der Bailout. Beide sind ja schon "halbstaatlich" bzw werden so gesehen. Und dann *muss* man die ja retten, zumindest wird es einfach, das zu suggerieren ... Geschrieben von: Nanuk, am 10-07-2008 11:13 Mal ne einfache Frage wie wollen die Usa ihre Staatsschulden tilgen... Ach lieber nicht drüber nachdenken... Alles wird gut...  Geschrieben von: Hans , am 10-07-2008 14:06 Ein Fall für Chapter 11??? Geschrieben von: HRR, am 10-07-2008 14:59 Nein, die Suppe wird nicht so heiss gegessen. Bevor Chapter 11 vor der Tür steht, ist der Steuerzahler schon da - ob er will oder nicht. Geschrieben von: Ingo unterm Sonnenschutzsegel , am 10-07-2008 15:05 @ Nanuk: Warum soll den die USA versuchen, ihre Staatsschulden zu tilgen? Es hat doch fast jeder Staat bei anderen Ländern Schulden. Somit gleicht sich das irgendwie aus, und die Schulden bestehen nur auf dem Papier weiter. Deutschland versucht ja auch nicht, seine Schulden los zu werden. Die wollen ja nur die Neuverschuldung aufhalten.... Ingo Geschrieben von: Edward Harrison , am 11-07-2008 07:57 Jeder in der Blogosphäre spricht von den beiden Unternehmen. http://www.creditwritedowns.com/2008/07/everyones-talking-ab out-fannie-and.html Die Wahrheit ist, die sind insolvent, und sie werden verstaatlicht. Es gibt keinen anderen Weg dieses Problem zu lösen . Die Politiker in den USA werden die Verstaatlichung der Zwei als eine positive Lösung bewerten, weil Fannie und Freddie Hypotheken zweifelhafter Qualität auf ihre Bilanzen nehmen können. Irgendwann werden sie niedergeschrieben und die Steuerzahler werden die Rechnung erhalten. Geschrieben von: Nanuk, am 11-07-2008 08:08 Ach so funtioniert der Kapitalismuss... Darf ich das auch soviele Schulden machen wie ich will und wenn nicht warum... Ich dachte immer, nur die USA darf das weil sie Atombomben und so "grosse Hoden" und dadurch einen guten Draht zu Gott hat... Mein Vater sagt das ist ein Banküberfall wenn ich mit der Atombombe zur Bank gehe und sage gibt mir mal Geld... Da lag ich falsch sie Garantieren ja die Freiheit meinte meine Mutter das heist Schutzgeld Erpressung oder??? "Jedes Kind ist gewissermassen ein Genie; und jedes Genie ist gewissermassen ein Kind." Arthur Schopenhauer  Geschrieben von: Jakob , am 23-09-2008 07:18 Na jetzt gibt's ja die hammersumme von 700 Milliarden von der Regierung! Damit sind dann auch alle Probleme gelöst und die Finanzwelt darf unbeschwert von vorne anfangen... Oder geht das gar nicht so?! Man, man, man... ich habe ja das Gefühl, dass die sich alle einfach immer tiefer in die Sch*** reiten und leider uns und den Rest der Welt schön langsam mit reinziehen... mal abwarten, wie das so weitergeht. Artikel kommentieren
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