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Montag, 6. Oktober 2008 |
Während dem globalen Geldturm das Fundament wegzubrechen droht, stellen
die Politiker in rasender Geschwindigkeit stützende Gerüste auf. Ein
gigantischer Wettlauf um das Vertrauen der Bankkunden und Geldgeber ist
im Gange. Ein Schauspiel, das jeden Krimiautor vor Neid erblassen
lässt.
Nach dem Rettungspaket für den Münchener Immobilienfinanzierer Hypo
Real Estate hat sich Bundesfinanzminister Peer Steinbrück (SPD) für
einen Risikoschirm für die gesamte Finanzbranche ausgesprochen.
"Wir
müssen jetzt versuchen, über eine singuläre Lösung bei Hypo Real Estate
in Deutschland insgesamt einen Schirm zu spannen, damit wir nicht von
einem Fall zu dem anderen Fall geraten", sagte Steinbrück am Montag im
Deutschlandfunk. Es dürfe aber auch kein neuer Fall herbeigeredet
werden, betonte der Minister.
Steinbrück möchte damit Stimmen zuvorkommen, wie sie bei hartgeld.com aktuell zu lesen sind:
Holt das Geld von der Bank - solange es noch geht!
Ob
Steinbrück damit den Teufelskreis durchbrechen kann, der unweigerlich
zu einer Massenverstaatlichung der Finanzinstitute führen muss, wird
sich zeigen.
Vergleichsweise ruhig ist es hingegen in der
Schweiz. Von der Kreditkrise sind nur die zwei Giganten UBS und CS
betroffen, die sich über die Staatsinterventionen rund um den Globus
freuen dürften. Ob es die Ruhe vor dem Sturm ist, wissen wir spätestens
anfangs 2009, wenn die Pensionskassen über ihre Performance berichten
müssen.
Steinbrück: Müssen Risikoschirm für gesamte Finanzbranche spannen Berlin bürgt für 1000 Milliarden - Europa unter Zugzwang Artikel kommentieren | Zu Favoriten hinzufügen (0) | Artikel zitieren | Aufgerufen: 2520
Geschrieben von: martin r, am 06-10-2008 18:47 Die Sicherung der Einlagen durch den Staat ist Stufe 1. Sie ist notwendig, um die Banken und damit den Staat zu retten. Es geht nicht um das Vermögen der Bevölkerung und bereitet Stufe 2 vor: Begrenzung der Auszahlung, Sicherung der Vermögen durch Auszahlungsverbot. Stufe 3 bringt Preisexplosion und Stufe 4 den Bankzugang zum inzwischenwertlosen Papier. Dauer der Geschichte etwa 4 - 6 Wochen, anschließend Hyperinflation mit ungewisser Länge. Hängt von der internationalen Situation ab: wenn die globalen Markteilnehmer lieber kein Geld an die deutsche Exportwirtschaft schicken wollen, dauert es länger, möglicherweise im Staatssozialismus des Lafontaine. Klingt heute noch ziemlich abenteuerlich, aber vor ca vier Wochen hatte ich auch schon die Währungsreform als notwendige Konsequenz bezeichnet: the time is running quicker and quicker. Geschrieben von: HRR, am 06-10-2008 20:34 Die Hyperinflation bei lebenswichtigen Gütern geistert mir auch schon länger im Kopf herum. Artikel kommentieren
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